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Achim Kluck

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Reisebericht Bangkok Teil 1
 

Allgemeine Informationen zu Bangkok

‚ÄěStadt der Engel, gr√∂√üte aller St√§dte, unsterbliches, wertvolles Juwel, √ľberaus m√§chtig, altehrw√ľrdig, neunfach mit Juwelen geschm√ľckte himmlische Stadt“, so lautet nun der vollst√§ndige neue Name Bangkoks. Der K√∂nig, die h√∂chste religi√∂se und politische Macht des Landes, setzte damit eine dynamische Entwicklung in Gang, die bis heute anh√§lt.

Die Stadt hat ihre eigene Dynamik. Bangkok gilt nicht ganz zu unrecht als "der größte Parkplatz der Welt". Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Autos in der Stadt soll 6 km/h betragen.
 
Rush-Hour in Bangkonk
Bangkok bei Nacht
Autoverkehr in Bangkok bei Nacht

Bangkok, einst das ‚ÄěDorf der Oliven“,  war lange Zeit nichts anderes als eine kleine Ansiedlung aus Holzh√§usern. Erst 1782, vor √ľber 220 Jahren, trat in der Entwicklung der heutigen Weltstadt eine v√∂llige Wende ein, als das Dorf zur K√∂nigsstadt erhoben wurde. Wo heute nur noch Ruinen das Interesse der Touristen erwecken, erstreckte sich seit 1350 die K√∂nigsstadt des Siamesischen Reiches – Ayutthaya . Sie wurde durch einen Burmeseneinfall zerst√∂rt und nach dem Tod von K√∂nig Taksin im Jahre 17982 √ľbernahm General Chakri die Macht und w√§hlte Bangkok aus politischen und milit√§rischen Gr√ľnden zum Regierungssitz.

Schutz vor milit√§rischen √úbergriffen bot die √ľber 7 km lange, 3,50 m hohe und 1,80 m dicke Stadtmauer. Heute befinden sich davon nur noch kleine Reste. Allein der Stadtgraben, der Klong Bang Lam Phu, l√§sst inmitten des H√§usermeeres noch die ehemalige Stadtumgrenzung erkennen.
 
Panoramabild Bangkok
Bangkok
Monument in Bangkok

Vor dem 2. Weltkrieg war Bangkok insgesamt eine gr√ľne Stadt, so erfuhren wir auf der Fahrt zu unserem Hotel von unserem Reiseleiter. Erst sp√§ter h√§tten sich die Gesch√§fts- und B√ľroh√§user immer mehr in die Gartenlandschaft hineingefressen. Heute w√ľrden in Bangkok weit √ľber 5 Millionen Menschen leben und w√§hrend der Trockenzeit k√§men noch zwischen 500 000 und 1 000 000 besch√§ftigungslose Landarbeiter hinzu.
 
Bangkok
Bangkok

An jeder Stra√üenkreuzung war das Bild des K√∂nigs der Thais zu sehen. Er galt hier noch in vielerlei Hinsicht als Symbol der Macht und des Staates. Sein Portrait h√§ngt auch in jedem Haus, selbst in den armseligsten H√ľtten der einfachen Bauern, erz√§hlte uns der Reisef√ľhrer. Kein Thail√§nder k√§me auf die Idee Kritik am K√∂nig oder der Institution Monarchie zu √§u√üern. H√∂chstens im Ausland lebende Thais t√§ten dies schon mal. Aber selbst das geschehe nur hinter vorgehaltener Hand. Wenn ein Thai (ganz egal welcher sozialen Schicht oder politischen Richtung er angeh√∂rt) z.B. ins Kino geht und am Ende jeder Filmvorstellung der K√∂nig auf der Leinwand zu sehen ist, w√ľrde er niemals daran denken nicht aufzustehen oder gar den Saal vorher zu verlassen.

Am Palast des Königs
Hier geht es zum Palast des Koenigs
Fluß am Palast des Königs
Wache am Palast des Königs
Tempelanlage am Chao Phya
Bangkok bei Nacht

Klima

In Bangkok sollte in klimatischer Hinsicht nicht der gewohnte Rhythmus von kalten und warmen Jahreszeiten, von Winter und Sommer erwartet werden, sondern man sollte sich auf den Wechsel von regenreichen und regenarmen Monaten, von Regen- und Trockenzeit einstellen.

Warm ist es immer, selbst am Morgen zeigt das Thermometer w√§hrend der >k√ľhleren< Monate November bis Februar nahezu 20¬į C oder mehr, und im Laufe des Tages steigt die Temperatur auf √ľber 30¬į C an. W√§hrend der hei√üen Monate April, Mai und Juni wird die Hitze zur Mittagszeit mit √ľber 40¬į C im Schatten nahezu unertr√§glich. Nur der ersehnte Monsumregen, der im Mai einsetzt, bringt erfrischende Linderung. Die Niederschl√§ge, die vom Meer kommend langsam nach Norden wandern, nehmen Monat f√ľr Monat an Intensit√§t zu, bis im September ein Maximum erreicht wird. Dann geht √ľber dem Land in einem Monat so viel Regen nieder wie in Mitteleuropa in einem halben Jahr. 
Der Menam Chao Phya mit Hochwasser

St√∂hnte zuvor ganz Bangkok unter der feucht-schw√ľlen Hitze, so werden nun pl√∂tzlich auftretende √úberschwemmungen zum Stadtgespr√§ch. Katastrophenartige Ausma√üe nimmt das Hochwasser allerdings erst in den Monaten Oktober/November an, wenn durch die ungl√ľckliche Kombination von steigender Flut und heftigen Regenf√§llen Bangkok buchst√§blich unter Wasser steht. Doch die Bev√∂lkerung, vor allem die auf dem Land, f√ľrchtet weniger die √úberflutungen als die Trockenheit. Die Reisfelder ben√∂tigen gro√üe Wassermengen, und wenn die Staud√§mme im April fast leer sind, drohen in Bangkok Stromausf√§lle. 
Reisfelder mit Unterst√§nden f√ľr die Pause bei der Arbeit im Feld

Selbst w√§hrend der Regenzeit gie√üt es allerdings nicht ununterbrochen. Der ‚ÄěBeh√∂rdenregen“, wie er genannt wird, f√§llt meist recht p√ľnktlich gegen vier Uhr nachmittags zum B√ľroschluss, dann aber mit einer solchen Intensit√§t, dass die Stra√üen zehn Zentimeter tief unter Wasser stehen. Nach einer Stunde klart der Himmel auf, und die Sonne beherrscht wieder das Bild. Ein Regenschutz ist in diesem Klima kaum notwendig, selbst einen tropischen Gewitterguss empfindet man bei den herrschenden, hohen Temperaturen als angenehm. Die Thais benutzen einen Schirm, der aber eher vor der starken Sonneneinstrahlung als vor dem niedergehenden Nass sch√ľtzen soll. 
Bangkok Stadt Victory Monument

Unterkunft

Die Stadt Bangkok geh√∂rt zu einer der beliebtesten Metropolen. Insbesondere zur Hochsaison zwischen November - Ende M√§rz und Juli -  August kann man mit hohen Hotelpreisen rechnen. Die Nebensaison findet zwischen April - Juni und September- Oktober statt. Da man bei der Hotelauswahl schnell den √úberblick verliert, gebe ich Ihnen den Tip zur Benutzung einer Hotelsuchmaschine. Auf www.trivago.de, finden Sie eine gro√üe Auswahl an Hotels vor Ort inklusive Bilder und Bewertungen.
 

Allgemeine Informationen zum Verhalten in Thailand/Bangkok

Die Thail√§nder pflegen im sozialen Umgang mit ihren Mitmenschen eine wohl√ľberlegte Sorgfalt, die nicht nur f√ľr das bekannte Zeremoniell der Begr√ľ√üung gilt. Aber gl√ľcklicherweise sind die Einheimischen den Ausl√§ndern gegen√ľber tolerant, sehen √ľber unabsichtlich begangene Fehler gern mit einem ‚ÄěMai Pen Rai“ (Macht doch nichts) hinweg.

An Charme nicht zu √ľberbieten ist das Gru√üzeremoniell der Thais. Dabei werden die H√§nde flach wie zu einer Andacht gefaltet, der Kopf leicht nach von gesenkt und ein freundliches L√§cheln auf das Gesicht gezaubert. Die Haltung der H√§nde signalisiert etwas √ľber die soziale Stellung oder das Alter des Gegen√ľbers. F√ľhrt man die H√§nde zus√§tzlich an die Stirnh√∂he oder dar√ľber, so ist dies eine besondere Respektbezeugung.

Unter allen Umst√§nden sollte man vermeiden, in l√§ndlichen Gebieten einen Thai am Kopf zu ber√ľhren, denn dieser gilt als Sitz der geistig-menschlichen W√ľrde. Er ist Sitz der Seele und somit der heiligste Teil des K√∂rpers. Selbst ein liebevoll gemeintes Streicheln √ľber das Oberhaupt eines Kindes bewirkt oft das Gegenteil. Auch sollte man eigentlich niemals auf den Kopf eines anderen ‚Äěherabsehen“, was sich von den normalerweise hochgewachsenen Europ√§ern nicht immer vermeiden l√§sst. Man darf einen Thai niemals am Kopf ber√ľhren, da dies derer Sitz der Seele ist und somit als heiligster Teil des K√∂rpers gilt. Der Fu√ü dagegen ist schmutzig, unw√ľrdig und deshalb auch beleidigend! Sogar das im Westen √ľbliche √úbereinanderschlagen der Beine wird allenfalls in der Verborgenheit unter dem Tisch toleriert. Denn schlie√ülich k√∂nnte die Sohle ja aus Versehen auf das Gegen√ľber zeigen. In gr√∂√üeren St√§dten kann man mit diesen Gepflogenheiten ruhig etwas gelassener verfahren.

Vor dem Betreten des Andachtsraumes eines Tempels oder Wohnraumes eines Privathauses ist es Sitte, die Schuhe auszuziehen. Bei einem Besuch von religi√∂sen St√§tten sollte bei der Kleidung und im Benehmen die gleiche Umsicht wie in anderen L√§ndern geboten sein. Auch buddhistische M√∂nche, Buddhastatuen und andere religi√∂se Symbole sollten mit dem geb√ľhrenden Respekt behandelt werden. Zudem ist es dringend angeraten, jede kritische Bemerkung √ľber das hoch angesehene K√∂nigshaus zu vermeiden. Die Thais sind ein sehr h√∂fliches, zur√ľckhaltendes, und √ľberaus freundliches Volk. Deshalb sollten Touristen auch nie ihren √Ąrger zeigen und auch bei Auseinandersetzungen ruhig und h√∂flich bleiben, eben ein thail√§ndisches  ‚ÄěJai Yen“ (k√ľhles Herz) an den Tag legen.
Uschi in Str√ľmpfe vor dem Tempel des goldenen Buddha

Es mag f√ľr uns unglaublich klingen, aber Z√§rtlichkeiten sind zwischen Mann und Frau in Gegenwart an derer - auch wenn es die eigenen Kinder sind - nicht √ľblich. Selbst bei verliebten Jungen P√§rchen ist es nicht √ľblich in der √Ėffentlichkeit H√§ndchen zu halten. Auch ist es f√ľr Thail√§ndische M√§nner nicht denkbar Frauen in der √Ėffentlichkeit den Hof zu machen. Alleinreisende weibliche Touristen m√ľssen deshalb nicht bef√ľrchten permanent von einheimischen M√§nnern angesprochen zu werden.

Der Buddhismus in Thailand – Das Rad der Lehre

Kurz nach Sonnenaufgang erscheinen die ersten M√∂nche vor den Tempeln und beginnen ihren Rundgang durch die Stra√üen der Stadt. Vor den H√§usern warten viele Frauen mit einer Portion Reis auf die in safrangelben Gew√§nder gekleideten M√∂nche, die das Essen f√ľr sich und ihre Mitbr√ľder im Kloster entgegennehmen. Die Gl√§ubigen legen wortlos die Gaben in die Schalen der M√∂nche und bedanken sich, denn durch das Spenden der Opfergaben erwerben sie sich f√ľr ihr zuk√ľnftiges Leben besondere Verdienste. Die M√∂nche kehren dann in ihre Kl√∂ster zur√ľck und verbringen den Rest des Tages mit Unterrichtungen und Gebeten.

F√ľr jeden m√§nnlichen Thai stellt ein zeitlich befristeter Aufenthalt im Kloster einen unverzichtbaren Lebensabschnitt dar. Das Leben der Menschen wird vom Buddhismus gepr√§gt, zu dem sich √ľber 90% der Bev√∂lkerung bekennen und die Staatsreligion in Thailand ist.
Rad des Lebens
Klosterschule im Wat Po
Links Kloserschule im Wat Po
Rechts Kloserschule im Wat Po

Bereits um 200 v.Chr. sandte der indische Herrscher Ashoke die ersten buddhistischen M√∂nche in das ‚ÄěGoldland“ im Osten, um die Lehre des Erleuchteten zu verk√ľnden. Zu jener Zeit beeinflusste der Brahmanismus das Mon-Reich. Der Buddhismus ist eine tolerante Religion und so lie√üen sich die brahmanistischen und animistischen Elemente widerspruchslos mit der neuen Religion verbinden. 
Buddhistische Mönche
Dem Elefanten √ľber den Po streichen soll Gl√ľck bringen

Unter der Obhut der K√∂nige, die gleichzeitig als religi√∂se und politische Oberh√§upter des Landes fungierten, entfaltete sich der Buddhismus w√§hrend der Herrschaft des Ayutthaya-Reiches zu machtvoller Gr√∂√üe. Der gr√∂√üte Teil der religi√∂sen Schriften verbrannte, als die Tempelanlagen Ayutthayas von den Burmesen zerst√∂rt und gepl√ľndert wurden. Doch man f√ľhrte die religi√∂se Tradition in Bangkok fort und errichtete neue Tempel. Selbst die thail√§ndischen K√∂nige verbrachten einige Zeit ihres Lebens im Kloster. K√∂nig Rama IV. studierte als M√∂nch 27 Jahre lang Pali-Schriften und das Klosterleben. Nach seinen Erfahrungen hatte sich die Praxis des buddhistischen Lebens der damaligen Zeit schon weit von der eigentlichen buddhistischen Lehre entfernt, und so gr√ľndete er eine neue, strengere Sekte, die auf dem Mon-Buddhismus basierte. Die Thammayut-Sekte, der etwa 700 Tempel in Thailand zuzuordnen sind, blieb allerdings klein. Die Mehrheit der Bev√∂lkerung geh√∂rte weiterhin der Hinayana-Richtung an.

Geisterhäuser oder Chao Thi

Den meisten Besuchern von Bangkok fallen die kleinen, manchmal palastartigen H√§uschen, die sich beinahe auf jedem Privatgrundst√ľck finden, kaum auf. Dabei sind die Chao Thi, wie die Thai die Geisterh√§uschen nennen, immer in Augenh√∂he an einem exponierten Platz aufgestellt. In den kleinen H√§uschen wohnt der Hausgeist des jeweiligen Domizils, eine wichtige Pers√∂nlichkeit, deren Rat man bereits vor dem Hausbau einholen mu√ü. Zuerst wird ein Platz f√ľr den Chao Thi gesucht. Dies kann kein Laie vornehmen, sondern nur ein Spezialist, der die alten √úberlieferungen kennt.
 
Geisterhäuschen in Bangkok

Das Geisterh√§uschen mu√ü an einem astrologisch zu bestimmenden Tag aufgestellt werden, entweder nach Norden oder S√ľden blickend und darf niemals im Schatten eines Hauses stehen, sonst wird der Geist nicht einziehen und das kann dann b√∂se Folgen f√ľr die Hausbewohner haben.

Will man also auf einem Grundst√ľck ein neues Haus bauen, so ist es erforderlich, dem aus dem Boden des Bauplatzes vertriebenen Erdgeist ein neues Domizil anzubieten, damit er nicht mit den Menschen zusammen in dem neuen Haus wohnen mu√ü. Daneben steht meist noch ein kleineres H√§uschen f√ľr den Chao Phum, den Luftgeist.,

An der vorgesehenen Stelle wird ein Pfahl in den Boden gerammt und das kleineChao Thi darauf befestigt. Es besteht meist aus einem einzigen Raum mit einer √§u√üeren Terrasse, auf die man die Geschenke f√ľr den Hausgeist legt. Aus Holz wird eine symbolische Statue geschnitzt und in das H√§uschen gestellt. In der rechten Hand h√§lt der Hausgeist ein Schwert, in der linken ein Buch. Man glaubt, dass der Tod eines Menschen, der unter dem Schutz des Geistes steht, in dem Buch vermerkt wird. Auf der Plattform der Geisterh√§uschen stehen manchmal auch kleine Ton- oder Holzfiguren in Form einer T√§nzerin, eines Elefanten oder eines Pferdes. Nachts und vor allen Dingen, wenn das Geisterh√§uschen direkt an einer Stra√üe steht, sind sie auch mit bunten Lichterketten geschm√ľckt, die bei Dunkelheit aufblinken.

Zur Einweihung des Chao Thi stellt man einen Tisch davor, auf dem Essen, Fr√ľchte, Getr√§nke, Kerzen, R√§ucherst√§bchen und Blumen liegen. Dann zieht der Hausgeist ein, und mit dem Bau des eigenen Hauses kann begonnen werden. Sp√§ter legt man jeden Abend Blumen, manchmal auch R√§ucherst√§bchen und Kerzen auf die kleine Terrasse des Chao Thi. Einmal in der Woche, vor allem zu festlichen Gelegenheiten werden auch noch kleine Sch√§lchen mit Essen und Trinken dazu gestellt, damit es den guten Geistern auch an Nichts mangelt. Diese Zeremonie kombiniert animistische, hinduistische und buddhistische Elemente.

Kommt ein Gast ins Haus, so mu√ü er zuerst den Hausgeist um Erlaubnis und Schutz bitten. Tut er das nicht, werden ihn nachts schreckliche Tr√§ume qu√§len, und der Hausgeist sitzt auf seiner Brust und erschwert das Atmen. Wenn √ľbrigens der Hausbesitzer sein Haus vergr√∂√üert oder sich ein Auto, einen Fernseher oder eine andere gr√∂√üere Anschaffung leisten kann, mu√ü auch der Hausgeist davon profitieren. Dann wird ein gr√∂√üeres Chao Thi gebaut oder das alte aufgestockt – eine thail√§ndische Variante der Hausratsversicherung.

Wenn ein Geisterh√§uschen vernachl√§ssigt wird, so wird der Hausgeist daf√ľr sorgen, da√ü das auf dem Grundst√ľck stehende Haus in den selben Zustand ger√§t. Wenn er gar sein vernachl√§ssigtes H√§uschen verl√§√üt, so kann dies gro√ües Ungl√ľck √ľber die Hausbewohner bringen. Diese Geisterh√§user selber sind √ľbrigens keineswegs ein buddhistischer Brauch, wie man glauben k√∂nnte. Sie sind brahmanischen Ursprungs und von den Thais vor vielen Jahren √ľbernommen worden.

Donnerstag, 24. 10. 96

Morgen uns 9.25 Uhr starteten wir vom Flughafen in Hongkong nach Bangkok. Nach einem angenehmen Flug mit der Cathay Pacific (CX 713) landeten wir gegen 11.10 Uhr auf dem Don Muang Airport, dem internationalen Flughafen Bangkoks. Er ist eine der wichtigsten Drehscheiben im s√ľdostasiatischen Flugverkehr und eine der bedeutendsten Zwischenstationen auf dem Weg von Europa nach Australien.
 
Bangkok Stadt
Bangkok Stadt

Nun waren wir also in Bangkok angekommen. Sofort beim √Ėffnen der Ausgangst√ľr des klimatisierten Flughafengeb√§udes wurde uns wieder bewu√üt, da√ü wir uns in einem tropischen Land mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit befanden. Aber das kannten wir ja schon von den anderen beiden Metropolen. Nachdem das Gep√§ck im Bus verstaut war, fuhren wir zu unserem Hotel, dem Royal Orchid Sheraton in der Captain Bush Lane . Es lag unmittelbar am Fluss mit Namen Menam Chao Phya. Die Fahrt durch die Stadt war wieder mal ein Erlebnis. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus, als ich sah, dass hier die Polisten mit einem Mundschutz versehen, um ihre Arbeit gesundheitlich unbeschadet √ľberstehen zu k√∂nnen, auf der Kreuzung standen und den Verkehr regelten. √úberhaupt dachte ich, wir k√§men niemals im Hotel an, so langsam bewegten sich die Fahrzeuge voran.

Verkehrspolizist mit Mundschutz.
Hotel Royal Orchard Sheraton
Silom Road Bangkok Hauptgeschäftsstrasse
Eingang zum Royal Orchard Sheraton

Wie gesagt, auf den ersten Blick pr√§sentierte sich uns Bangkok √ľberhaupt nicht als gr√ľne Stadt. Parks hatten wir keine gesehen. Zwar waren ein paar B√§ume an den gr√∂√üeren Stra√üen angepflanzt worden, aber nur mit m√§√üigem Erfolg. Der chaotische Stra√üenverkehr mit der damit verbundenen, extrem hohen Luftverschmutzung nahm fast jedem bisschen Gr√ľn die √úberlebenschance. Doch man gibt sich in Bangkok unbek√ľmmert – Fragen nach dem Grad der Luftverschmutzung und eventuellen Gegenma√ünahmen sto√üen nur auf verst√§ndnisloses L√§cheln.
Rezeption des Royal Orchard Sheraton
Hotel Royal Orchard Sheraton vom Fluss aus gesehen

Endlich waren wir an unserem Ziel angekommen. Das Hotel machte von au√üen schon einen sehr angenehmen Eindruck. Wir nahmen unsere Schl√ľssel (eigentlich waren es Chip-Karten) in Empfang und begaben uns in den 17. Stock. Von unserem  Zimmer hatten wir einen herrlichen Ausblick auf den Chao Phya.
 
Zimmer mit Blick auf den Chao Phya
Zimmer im Royal Orchard Sheraton

Nachdem wir ein paar Kleidungsst√ľcke ausgepackt hatten trafen wir uns alle in der Empfangshalle. Der einheimische Reisef√ľhrer wartete schon auf uns im Bus. Wir fuhren zun√§chst zum Rose Garden. Er bestand aus einem gepflegten Parkgel√§nde am Ufer des Tha Chin Flusses . Der Park wurde seinerzeit als Erholungsgebiet f√ľr die Bangkoker angelegt. Der Name Rose Garden leite sich vom benachbarten Dorf ‚ÄěRosengarten“ ab. Anfangs gab es hier nur viele verschiedene Pflanzen, Blumen, sp√§ter kamen ein Hotelbetrieb und eine Golfanlage dazu. Wir au√üen auf der Holzterrasse eines sch√∂nen Restaurants, direkt am Tha Chin Fluss und hatten einen herrlichen Blick auf das gegen√ľberliegende Ufer und die vorbeitreibenden Wasserhyazinthen.
 
Hotels am Menam Chaeo Phya
Restaurant im Rose Garden

Die Hauptattraktion f√ľr Touristen war das abgegrenzte ‚ÄěThai-Village“. Hier konnte man Kunsthandwerke und Souvenirs kaufen, Elefanten f√ľttern oder auf ihnen reiten und sich fotografieren lassen.

In einer gro√üen Halle wurden uns (in Englisch) verschiedene Shows vorgef√ľhrt:

ein Fingernageltanz (Ein Tanz aus Nordthailand zur Begr√ľ√üung der G√§ste)

Fingernageltanz
Fingernageltanz Rose Garden
Fingernageltanz Rose Garden
Fingernageltanz Rose Garden

ein Tanz aus dem Norden (es wurden verschiedene T√§nze aus der √§rmsten Region des K√∂nigreiches vorgef√ľhrt)

Tanz Rose Garden

eine Hochzeitszeremonie (Die aufwendige Feier fand im Haus der Braut statt. Dem Brautpaar wurden die verschiedensten Geschenke √ľberreicht. Anschlie√üend knieten sie vor dem Hausaltar nieder und wurden gesegnet)
 
Vorf√ľhrung Hochzeitszeremonie
Der Priester weiht das Ehepaar

Thai-Show-Boxen (eine kurze Vorf√ľhrung eines thail√§ndischen Boxkampfes mit vielen spa√üigen Einlagen)

Thaiboxen Rose Garden
Thaiboxen Rose Garden
Thaiboxen Rose Garden

ein Schwerttanz (es sollte einen traditionellen Zweikampf nachstellen, bei dem M√§nner und Frauen beteiligt sind und im wahrsten Sinne des Wortes die ‚ÄöFunken flogen’)

Schwertkamp Rose Garden
Kampf Rose Garden

Kala-Tanz (ein Tanz aus S√ľdthailand mit Kokosschalen als Musikuntermalung)

Vorf√ľhrung im Rose Garden
Vorf√ľhrung im Rose Garden

Bambus-Tanz (Männer und Frauen tanzen artistisch zwischen Bambusstangen, die rhythmisch gegeneinander geschlagen werden. Der Tanz stammt aus Nordthailand).

zum Schluss der Vorf√ľhrungen wurde uns auf dem Gel√§nde noch eine Show mit den Elefanten vorgef√ľhrt.

Rose Garden - Elefanten
Rose Garden - Elefanten
Rose Garden - Elefanten

Wieder im Bus ging die Fahrt weiter Richtung Damnan Saduak wo wir zu den  einzigen noch aktiven schwimmenden M√§rkten in Thailand wollten. Auf einem Parkplatz stiegen wir aus dem Bus und  dann in Motorboote, die uns mit rasender Geschwindigkeit (und viel Krach) durch die Marktstrasse und die angrenzenden Khlongs fuhren. Wir erlebten das Marktgeschehen hautnah.
 
Reisegruppe kommt bei den schwimmenden Maerkten an

Zu einer Zeit, als es in Thailand noch kein Stra√üennetz gab stellten die weitverzweigten Klongs die einzigen Transportwege im M√ľndungsgebiet des Menam Chao Phya dar. Frisches Obst und Gem√ľse wurde von den Bauern schon vor Sonnenaufgang direkt vom Feld in die St√§dte gebracht. √úberall entstanden schwimmende M√§rkte, wo man die Fr√ľchte vom Boot aus verkaufte, so auch im Stadtteil Thonburi.
 
Wassertaxis, Longtailboote
Zwiebelverkauf auf schwimmenden Booten

Die schwimmenden M√§rkte konnte auch der Bau von Stra√üen nicht verdr√§ngen. Aber als l√§rmende, schnelle Motorboote durch die Kan√§le rasten, als das aufgew√ľhlte, schmutzige Wasser der Klongs √ľber Gem√ľseberge und in Suppent√∂pfe schwappte, begannen die paddelnden Marktfrauen sich zur√ľckzuziehen. Seitdem empfiehlt das Touristenb√ľro den Besuch des Marktes in Damnan Saduak.

Schwimmende Märkte von Damnoen Saduak
Schwimmende Maerkte von Damnoen Saduak
Händler bieten ihre Waren an

Schon vor Sonnenaufgang str√∂men die beladenen Boote mit Bergen von Kohl, Mangos, Durian, Ananas und anderen exotischen Fr√ľchten zum Markt. Es wird gefeilscht, gekauft und getauscht. Das Geschrei der H√§ndlerinnen, wenn sie ihre Waren anpreisen oder der hinter Blumen versteckten Nachbarin √ľber Berge von Knoblauch hinweg verhandeln, kann man bis zu den h√∂lzernen Stegen an dem Ufer der Klongs h√∂ren. Schwimmende Gark√ľchen versorgen hungrige Marktfrauen und Kunden mit kleinen, warmen Mahlzeiten. Auf dem Klong herrscht ein buntes Treiben. Es ist kaum zu glauben, dass sich die Boote in dem dichten Gewimmel √ľberhaupt noch bewegen k√∂nnen, doch die Frauen man√∂vrieren die kleinen Gef√§hrte sehr geschickt mit ihren Paddeln in jede neu entstehende L√ľcke. Der Markt ist die Dom√§ne der Frauen, nur Fleisch wird von den M√§nnern verkauft. Um sich vor der prallen Morgensonne zu sch√ľtzen, tragen die H√§ndlerinnen breite, helle Sonnenh√ľte und eine dunkelblaue, lang√§rmelige Bluse. Im bunten Vielerlei exotischer Fr√ľchte vermitteln diese Farben ein einheitliches Bild.
Alle wollen verkaufen auf den schwimmenden Märkten
An den schwimmenden Märkten
Man bekommt auch zu Essen bei den schwimmenden Märkten

Anschlie√üend fuhren wir wieder zu einem Jademarkt . Es handelte sich bei diesem Markt um  ein gro√ües Zelt, in dem es sehr viele sch√∂ne Schmuckst√ľcke aus Jade und anderen Edelsteinen zu sehen und auch zu kaufen gab. Ich kaufte gleich 3 Paar Ohrringe: ein paar H√§nger und Stecker mit.  und ein paar Stecker mit einem hellgr√ľnen Jadestein.

Als wir wieder im Hotel angekommen waren, fuhren wir mit einem Tuktuk zum Vergn√ľgungsviertel Pat Pong. Die Tuktuks, wie die kleinen, dreir√§drigen Allroundgef√§hrten in Bangkok genannt werden, knattern lautstark und stinkend durch Bangkoks Stra√üen. Mit den umgebauten Motorrollern werden K√∂rbe voller Gem√ľse zum Markt transportiert, und ganze Familien mit mehreren Kindern fahren darin nach Hause. Eigentlich sollten sie nach den Pl√§nen des Verkehrsministeriums schon vor Jahren von den Stra√üen verschwinden, um die extrem hohe Umweltbelastung zu verringern. Massive Proteste verhinderten dies, den die kleinen Fahrzeuge kosten nur etwa die H√§lfte einer Taxe und sie somit ein preisg√ľnstiges Transportmittel f√ľr k√ľrzere Strecken.
 
Tuk Tuk in Bangkok
Zu  Essen gibt es an den Gark√ľchen

Auf dem ber√ľchtigten Nachtmarkt inPat Pong gab es die zahlreichsten F√§lschungen von Markenartikeln aller Art, wie z.B. Uhren von Cartier oder Rollex, Handtaschen von Armani. Sobald man auch nur das leiseste Interesse an einer Ware zeigte, wich der Verk√§ufer einem nicht mehr von der Seite. Ja, man wurde regelrecht bedr√§ngt doch eines (am besten gleich mehrere) dieser ‚Äěwunderbaren“ Sachen zu kaufen  - nat√ľrlich nicht ohne zu feilschen. Wenn man dann trotzdem kein Interesse zeigte und weiter ging, konnte es passieren, dass der Verk√§ufer einem noch einige Meter hinterher lief und mit seinem Preis weiter runterging. Zeigte man immer noch kein Interesse bekam man ein paar Beschimpfungen hinter gerufen.
Schmuckverkauf auf dem Pat Pong Nachtmarkt
Pat Pong am Tage
Pat Pong bei Nacht

Ich fand es etwas komisch und mir war auch mulmig zumute, als wir anschlie√üend die Strasse mit den Nachtbars hinuntergingen. An jeder T√ľr standen M√§nner und animierten die Leute zum Hereinkommen. Die T√ľren zu den Bars waren weit ge√∂ffnet und man konnte einen Blick auf die halbnackten thail√§ndischen M√§dchen werfen. Die Animateure hielt es auch nicht ab, meinen Mann in die Bar zu locken, obwohl wir beide Arm in Arm die Strasse entlang gingen.

Am Ende der Strasse angekommen riefen wir uns wieder ein Tuktuk, welches uns in rasender Fahrt zum Hotel zur√ľckbrachte. Als es vor dem Hotel hielt, musste ich innerlich etwas √ľber diesen seltsamen Anblick, den wir wohl boten, lachen. Normalerweise h√§tten wir mit einem, f√ľr meine Begriffe ‚Äěrichtigem“ Taxi vor dem F√ľnf-Sterne-Hotel ankommen sollen und nicht mit so einem Gef√§hrt. Aber es hat viel Spa√ü gemacht. 
Tuk Tuks in Bangkok

Hier gehts weiter ........... Reisebericht Bangkok Teil 2

 

 

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