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Achim Kluck

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Uschis Angelberichte und mehr...

Angelerlebnisse 2011

Bei  Kälte, Eis und Schnee an die Ostsee
Fischfang diesmal leider nicht möglich!
26.12.2010 bis 03.01 2011

Die vereiste Seebrücke von Dahme.

Genau einen Monat vor Heiligabend saßen wir bei unserem Schwager Willi und schauten uns gemeinsam ein Fußballspiel an. In der Halbzeitpause fragte ich Achim: „Was hältst du davon, wenn wir zwischen Weihnachten und Neujahr nach Dahme fahren? Aber ohne Angelsachen!“
Achim schaute mich erstaunt an und sagte: „Von mir aus gerne. Aber ich dachte, du wolltest nicht weg, weil Heike dann jeden Tag das Baby bekommen kann.“
„Nun ja, ich hatte ja gedacht, dass sie mich vielleicht an ihrer Seite haben will, wenn es soweit ist. Doch du hast ja gehört, was sie sagte. Ich werde erst unterrichtet, wenn das Baby auf der Welt ist. Keine Minute früher. Wir müssen auch dieses Mal keine Angelsachen mitnehmen. Bei der Kälte wird sicher auch nichts daraus. “
„Klar können wir nach Dahme fahren. Ich werde aber wenigstens meine Brandungsrute mitnehmen.“
Das konnte nicht sein Ernst sein! Schließlich hatten wir schon seit ein paar Wochen Minus-Temperaturen und auch schon reichlich Schnee. Aber natürlich konnte es sein, dass es um Weihnachten herum wieder relativ warm sein würde.
„Gut, ich werde mir dann in Heiligenhafen eine Brandungsrute kaufen. Vielleicht sollten wir auch jeder wenigstens eine Boots- bzw. Pilkrute mitnehmen“, antwortete ich.
„Warten wir erst mal ab, wie das Wetter dann sein wird. Ich werde gleich morgen bei Köster anrufen und fragen, ob wir in unsere alte Ferienwohnung können. Vielleicht vermieten sie ja auch über die Feiertage nicht.“
Am nächsten Tag rief mich Achim im Büro an und sagte, dass wir am 2. Feiertag nach Dahme fahren würden. Die Wohnung bzw. das Ferienhaus Nr. 5 sei für uns reserviert. 
Juhu! Wir würden also wieder Sylvester am Strand verbringen.

Je näher Weihnachten rückte umso nervöser wurde ich. Aber dieses Mal war es nicht die Vorfreude auf die Ferien in Dahme sondern ich machte mir Sorgen wegen der Fahrt dorthin. Schließlich waren fast täglich Unmengen an Schnee gefallen. Und das nicht nur bei uns in Oerlinghausen sondern auch an der Küste. Eigentlich war ganz Deutschland zugeschneit. Die Hoffnung, dass es einige Tage vor Weihnachten doch endlich wieder wärmer werden würde, sah ich schwinden, als ich mir den Wetterbericht für die kommenden Tage anhörte.
Im Radio wurde täglich von Flugausfällen wegen vereisten Landebahnen berichtet und auch die Bahn hatte große Schwierigkeiten mit vereisten Schienen. Selbst der öffentliche Nahverkehr kam in vielen Städten zum Erliegen. Meistens deshalb, weil die Autofahrer keinen schneefreien Parkplatz mehr fanden und ihr Auto dadurch zu nah an die Straßenbahnschienen abstellten, so dass diese nicht durchkamen.
Der Winter hatte Deutschland dieses Jahr schon recht früh im Griff, obwohl wir nach dem Kalender noch Herbst hatten. Wo sollte das noch hinführen? Normalerweise fing es erst im Februar so richtig zu schneien an. Aber was ist in der Natur schon „normal“? Schon im letzten Jahr war es anders als sonst. Auch da begann der Winter mit viel Schnee an Weihnachten.

Freitag, 24.12.2010
Bis in den Nachmittag hinein hatte es geschneit und die Straßen waren spiegelglatt. Wir dachten schon, dass Heike, Grischa und Achims Eltern doch nicht zu uns zum Essen kommen würden. Als es gegen 18 Uhr an unserer Tür klingelte war ich heilfroh. Sie waren trotz der schwierigen Straßenverhältnisse gut durchgekommen.

Samstag, 25.12.2010
Für den Nachmittag waren wir in Lippstadt zu Achims Bruder mit Familie eingeladen worden. Vorher holten wir Achims Eltern und Gudruns Mutter, die alle in Bielefeld wohnten, ab. Bei bitterer Kälte und Sonnenschein kamen wir gegen 15.30 Uhr in Lippstadt an. Wir verbrachten ein paar gemütliche Stunden im Kreise der Familie, bis wir gegen 22 Uhr zurück fuhren. 
Schon Tage zuvor hatte der Wetterbericht für den zweiten Feiertag sonniges und trockenes Wetter vorausgesagt. Den Reisenden wurde sogar empfohlen, wenn sie schon mit dem Auto fahren wollten, dann  diesen Tag zu wählen, da  an den anderen Tagen mit schlechten Straßenverhältnissen zu rechnen sei.
Das traf sich gut, dachte ich, denn an diesem Tag wollten wir ja nach Dahme fahren. Ich hatte schon tagelang etwas Angst vor der Autofahrt gehabt, denn immer wieder wurde in den Medien von über 1000 Unfällen berichtet.

Sonntag, 26.12.2010
Als ich morgens aufwachte ging ich sofort auf unseren Balkon. Niemals in meinem Leben hatte ich auf dem Balkon Schnee schaufeln müssen. Aber in diesem Jahr war eben alles anders. Selbst der harte und lange Winter 2010 kam da nicht mit.
Als ich sah, dass auf dem Balkon eine neue Schneeschicht lag, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Das konnte doch nicht wahr sein! Oder lag ich tatsächlich noch im Bett und träumte? Was ich sah jagte mir einen großen Schrecken ein: In der Nacht waren ca. 10 cm Neuschnee hinzu gekommen. Ich schaltete das Radio ein, um den Wetterbericht anzuhören. Tatsächlich wurde für unsere Gegend Neuschnee voraus gesagt. Als dann die Verkehrsnachrichten kamen spürte ich einen eisernen Griff um meine Brust. Im Radio wurde gemeldet,  dass es auf der A 2 zwischen Herford und Bad Oeynhausen starke Schneeschauer gäbe und die Sicht daher nur 50 m betragen würde.
Mit einer heißen Tasse Kaffee in der Hand ging ich erneut auf den Balkon. Tatsächlich hatte es sogar schon wieder angefangen zu schneien . „Verdammt! Das musste doch nun wirklich nicht sein“, dachte ich. Diese scheiß Wetterberichte! Denen kann man überhaupt nicht mehr glauben. Und wie sollen wir gleich unsere Sachen ins Auto bekommen? Am Straßenrand konnte man nicht parken, denn dort lagen Berge von Schnee, den der Schneeschieber dort hinterlassen hatte. Normalerweise stellte ich unsere Taschen und den anderen Kram, den wir immer mitnehmen, auf dem Bürgersteig ab. Aber auch das ging dieses Mal nicht, denn der Bürgersteig war voller Schnee.
Obwohl es noch nicht 7 Uhr war, also Zeit zum Aufstehen,  ging ich zu Achim und weckte ihn mit den Worten: „Guten Morgen, mein Schatz. Es ist am Schneien.“
Ungläubig schaute mich Achim an. Er glaubte wohl an einen Scherz: „Ehrlich?“
„Ja, und es hat auch in der Nacht wieder geschneit. Im Moment schneit es sehr stark zwischen Herford und Bad Oeynhausen, so dass die Sicht dort nur 50 m beträgt, meldet der Verkehrsfunk.“
„Ich stehe gleich auf. Mach dir keine Sorgen. Wir fahren ja nicht sofort los. Bis wir auf der Autobahn sind, ist die Straße bestimmt gestreut worden.“
Während wir unsere Taschen packten hörte es auf zu schneien. Gegen 9 Uhr ging Achim zur Garage und holte unseren Wagen. Er fand einen einigermaßen zugänglichen Platz an der Straße. Gemeinsam schleppten wir unsere Taschen und Tüten ins Auto. 
Bevor wir uns auf die Piste machten tankten wir noch voll. Die Spritpreise waren in den letzten Tagen ins Uferlose gestiegen. Aber das kennt man ja schon. Wenn die Reisezeit beginnt wird den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen.
Obwohl es frisch geschneit hatte kamen wir relativ gut voran. Wegen des Feiertags waren keine Lkws auf der Autobahn. In Niedersachen hatte man auf der Autobahn lediglich die rechte Fahrspur gestreut. Die linke Fahrbahn war nur frei geschoben.
Während unserer Fahrt erzählte mir Achim, dass er morgens  noch vor unserer Abfahrt im Internet gewesen sei und dabei erfahren hatte, dass er beim Weihnachtsrätsel vom DAF den 4. Platz gemacht hatte. Die ersten drei Gewinner hätten sich schon ihren Preis ausgesucht, aber bisher wollte noch keiner die Schwedenreise und den Fliegenfischerkurs haben. Spontan antwortete ich: „Dann nimm du doch die Schwedenreise.“
„Mal schauen. Die Reise soll im Mai stattfinden, ich weiß nur noch nicht das genaue Datum. Ende Mai ist ja auch unsere Radtour. Wenn wir in Dahme angekommen sind rufe ich mal bei Torsten an und frage ihn wann genau die Reise stattfinden soll. Wir wollten doch auch um Pfingsten herum nach Dahme.“
Obwohl es frisch geschneit hatte kamen wir auf der Autobahn gut voran. Bis Hamburg war der Himmel verhangen, doch je näher wir nach Dahme kamen umso heller wurde der Himmel. Hinter Lübeck schien dann tatsächlich die Sonne.
Wir kamen gegen 13.30 Uhr in Dahme an. Unsere Vermieterin, Frau Köster, erwartete uns schon.
Als Dankeschön dafür, dass Achim ihr bei ihrer Homepage geholfen hatte schenkte sie uns eine Flasche Sekt und einen Gutschein für die Salzgrotte.
Uschi vor unserem Ferienhaus Köster
Uschi vor unserem Ferienhaus Köster
Ferienhaus Köster in Dahme
Nachdem wir unsere Sachen in die Wohnung gebracht hatten machten wir einen Spaziergang auf der Promenade. Es war zwar windstill, aber bei minus 9 Grad sehr kalt.
Riesige Eiszapfen an der Seebrücke von Dahme
riesige Eiszapfen an der Seebrücke von Dahme
Der verschneite Strand von Dahme
Wir gingen bis zum Kum-Luk, wo wir eine Kleinigkeit zu Mittag aßen. Bevor wir das Restaurant wieder verließen reservierten wir für den nächsten Abend vorsichtshalber einen Tisch.
Achim rief  Torsten, den Sponsor von TR-Angelreisen an, und fragte ihn, ob die Schwedenreise noch zu haben sei.  Als dieser bejahte, sagte Achim ihm, dass er sich dafür interessieren würde. Es käme jetzt jedoch auf den genauen Termin an. Zurzeit seien wir in Dahme, wir würden uns aber melden wenn wir wieder zuhause seien. Torsten antwortete, dass auch die Möglichkeit bestände die Reise erst am 22. August anzutreten. Das war natürlich noch besser. Außerdem konnte es passieren, dass es im Mai in Lappland doch noch recht kalt sei. Und von Kälte hätten wir im Moment genug. Achim fragte Torsten, ob es auch möglich sei, dass auch ich mitfahren würde. „Gar kein Problem“, antwortete er.
Als ich das hörte freute ich mich riesig.
Bevor das Gespräch beendet wurde sagte Torsten noch, dass er das zweite Wochenende im Januar in Duisburg auf der Angelmesse sei. Wenn wir Lust hätten könnten wir ihn dort treffen und alles Weitere vor Ort besprechen.
Und ob wir Lust hatten! Das letzte Mal sind wir vor 2 Jahren auf der Angelmesse in Dortmund gewesen  Und seitdem nicht mehr. Inzwischen ist  unsere Angelausrüstung soweit angewachsen, dass wir kaum noch etwas brauchen. Na ja, vielleicht das eine oder andere Stück, aber das Meiste haben wir schon. Aber interessieren würde es mich doch schon, was es so alles Neues im Angelbereich gibt.
Etwas später rief Achim Thomas an und erzählte ihm von seinem Gewinn. Und er fragte ihn auch, ob er Lust hätte mit uns auf die Angelmesse nach Duisburg zu fahren. Thomas schaute in seinen Terminkalender und sagte dann zu.
 
Montag, 27.12.2010
Wir fuhren erst einmal nach Kellenhusen. Wie immer freute ich mich auf das Stöbern in der Boutique, die die Wind-Klamotten verkauft. Doch zu meiner großen Enttäuschung hatte sie geschlossen. Achim wollte schon wieder umdrehen, aber ich bestand darauf, dass wir noch weitergingen. „Ich möchte noch in die andere Boutique. Dort will ich nach einer schwarzen Jeans schauen. Letztes Mal hatten sie keine in meiner Größe.“
Dieses Mal hingen zwar ein paar Hosen draußen auf dem Ständer, aber gerade meine Größe war wieder nicht dabei. Ich ging in den Laden und fragte nach, ob es dot drinnen die Hose gäbe. Die Verkäuferin schaute nach und meinte dann, sie würde wenn sie Zeit hätte auf den Boden nachschauen, ob sie dort noch eine Hose für mich hätte. Wir einigten uns darauf, dass wir in ein paar Tagen noch einmal reinschauen würden.
Ohne etwas gekauft zu haben, was relativ selten vorkam wenn wir in Kellenhusen waren, kehrten wir im Restaurant Passat ein.
Eisschollen auf der Ostsee in Kellenhusen
Eine vereiste Buhne an der Küste von Kellenhusen
Blick Richtung Dameshöved über den verschneiten Strand von Kellenhusen
Uschi vor dem Passat in Kellenhusen
Blick Richtung Dameshöved über den verschneiten Strand von Kellenhusen
Nach dem Essen fuhren wir weiter nach Grömitz. Ich war glücklich, als ich sah, dass das Geschäft Wind-Sportswear geöffnet hatte. Ich kaufte mir eine rote Fleece-Jacke mit Kapuze, eine hellblaue Jacke mit einem passenden T-Shirt, zwei Pullover und eine wasserdichte, atmungsaktive Funktionsjacke in anthrazit/rosa. Auch Achim fand ein paar Teile die ihm gefielen. Er entschied sich für zwei T-Shirts, einen Pullover und ebenfalls für eine rote Fleecejacke. Wir ließen unseren Einkauf im Geschäft zurücklegen und gingen zu einem Spaziergang auf die Seebrücke.
Uschi auf der vereisten Seebrücke von Grömitz
Uschi auf der vereisten Seebrücke von Grömitz
Die vereiste Seebrücke von Grömitz
Die vereiste Seebrücke von Grömitz
Eine Möwe auf der Seebrücke von Grömitz
Eiszapfen in der Ostsee
Eine Möwe auf der Seebrücke von Grömitz
Eine Möwe auf der Seebrücke von Grömitz
Uschi macht es sich in einem Strandkorb bequem.
Zwischen den Wolken schaute ab und zu die Sonne hervor. Es war jedoch ganz schön kalt und ich war froh, als wir wieder im relativ warmen Auto saßen.
Wieder zurück in Dahme legte ich mich aufs Sofa, wickelte mich in eine warme Decke und schlief sofort ein. Es war schon 18 Uhr als ich wieder wach wurde. Nachdem ich mich frisch gemacht hatte gingen wir ins Kum-Luk.

Dienstag, 28.12.2010
Als ich morgens aufwachte war ich mit meinen Gedanken sofort bei meiner verstorbenen Schwester. Heute wäre sie 59 Jahre alt geworden. Ich vermisse sie immer noch sehr. Sie hätte sich sicher ebenfalls unheimlich darüber gefreut, dass Heike ein Baby erwartet.
Als ich auf die Terrasse ging  hatte der Wind zugelegt. Trotz des blauen Himmels war es recht kalt. Das änderte sich auch nicht großartig, als die Sonne schien. Gegen Mittag zeigte das Thermometer lediglich -4 ° C an.
Wir entschlossen uns zu einem Spaziergang am Strand.
verschneiter Weg am Kurpark in Dahme
Dieses Mal gingen wir in Richtung Taucherparkplatz. Ich hatte zwar eine dicke Jacke, Mütze und Handschuhe an, aber in meiner Jeans fror ich ganz schön.
Außerdem hielt Achim alle paar Minuten an um zu fotografieren.
Die verschneite Steilküste in Dahme
Die verschneite Steilküste in Dahme
Die verschneite Steilküste in Dahme
Möwen suchen zwischen den Eisschollen nach Futter
Die Ostsee friert langsam zu
Möwen suchen zwischen den Eisschollen nach Futter
Enten auf dem Schnee
Die Deichdurchlässe (Stöpen) an der Saarstraße und Leuchturmstraße werden erneuert.
Nach einiger Zeit war mir so kalt, dass sogar meine Beine vor Kälte brannten.
„Komm lass uns weitergehen“, bat ich Achim. Wenn ich hier ständig stehen bleiben muß friere ich noch mehr.“
„Willst du schon zurück in die Wohnung?“
„Nein, aber ich will nicht alle 2 Minuten stehen bleiben! Es ist mir einfach zu kalt. Wenn wir uns bewegen ist das okay.“
Wir gingen weiter am Strand entlang Richtung Seebrücke. Schon von Weitem konnte ich drei Männer erkennen, die auf der Brücke standen. Beim Näherkommen sah ich, dass sie ihre Angelsachen fertig machten.
Oh Gott! dachte ich. Bei der Kälte würden mich keine zehn Pferde auf die Seebrücke bekommen. Und außerdem… Was wollen die bloß fangen? Die Fische halten sich bei einer Wassertemperatur von – 0,6 Grad estimmt nicht in der Nähe des Strandes auf. Die sind jetzt in mindestens 10 m Tiefe zu finden. Wenn überhaupt!
Die vielen Kormorane, die auf dem Brückengeländer gesessen hatten, flogen natürlich sofort weg, als die Männer die Brücke betraten. Auch sie hatten es in den letzten Wochen nicht leicht.
Kormorane auf der vereisten Seebrücke von Dahme
Riesige Eiszapfen an der Seebrücke von Dahme
Riesige Eiszapfen an der Seebrücke von Dahme
Obwohl ich Achim gebeten hatte nicht immer wieder stehenzubleiben, fand er ständig neue Motive für ein Foto. Inzwischen war mir so kalt , dass ich nur noch ins Warme wollte. Deshalb ließ ich ihn am Strand stehen und ging auf die Promenade. Ich stellte mich in eine windgeschützte Ecke und wartete, dass Achim endlich kam.
Als wir uns dem Cafe Barista näherten bat ich ihn dort hinein zu gehen. Achim war damit einverstanden. Es war recht voll, aber wir hatten Glück und bekamen noch einen freien Tisch.  Zuerst  bestellten wir uns eine heiße Schokolade mit einem Schuß Rum und einer Sahnehaube. Die Sonne schien herrlich warm durch die Scheibe, dass ich schon bald meine Strickjacke auszog. Es war so kuschelig, dass ich am Liebsten sitzen geblieben wäre.
blick auf die verschneite Terasse des Cafe Barista in Dhme
Uschi im Cafe Barista
Leider gab es nur Getränke zu bestellen und so beschlossen wir auf dem Rückweg beim Bauern bzw. Schlachter einen Eintopf zu essen. Doch er hatte schon seit einigen Tagen geschlossen, wie uns ein Schild verriet, und würde auch erst Mitte Januar wieder aufmachen.
Also blieb uns nichts anderes übrig, als ein paar Scheiben Brot zu essen.
Bauschild von der Deichverstärkung in Dahme
Im Bereich Strandstraße wird eine Fußgängerstöpe (Deichdurchlass) komplett neu errichtet.
In der Wohnung war es zwar schön warm, aber irgendwie war mir immer noch kalt. Ich machte mir einen Becher Glühwein heiß und  kuschelte ich mich mit einer Decke aufs  Sofa. Es dauerte auch nicht lange und ich schlief ein. Als ich nach fast 2 Stunden wieder wach wurde grinste mich Achim an. „Guten Morgen. Hast du gut geschlafen?“
„Ja, Und jetzt ist mir auch endlich wieder warm. Mich kriegen heute keine zehn Pferde mehr aus dem Haus!“

 


Mittwoch, 29.12.2010
Morgens war es noch sehr diesig und natürlich kalt. Das Thermometer zeigte -8 Grad an, aber es fühlte sich wie -15 Grad an. Ich haderte mit meinem Schicksal: Wenn mir Kälte gefiele, dann hätte ich ja auch in Sibirien auf die Welt kommen können. Warum zum Teufel war es nur sooooo kalt?

Um die Mittagszeit fuhren wir nach Heiligenhafen. Der ganze Hafen war mit einer dicken Eisschicht überzogen. Wir beobachteten, wie ein Schiff versuchte an der Pier festzumachen, was bei den dicken Eisschollen nicht einfach schien.
Dicke Eisschollen im Hafen von Heiligenhafen.
Fischkutter im zugefroren Hafen von Heiligenhafen.
Fischkutter im zugefroren Hafen von Heiligenhafen.
Fischkutter im zugefroren Hafen von Heiligenhafen.
Fischkutter im zugefroren Hafen von Heiligenhafen.
Fischkutter im zugefroren Hafen von Heiligenhafen.
Wir schauten eine zeitlang zu, dann gingen wir in das Modegeschäft Rhode, wo ich mir eine Thermohose kaufen wollte. Mir war klar, dass es nicht einfach werden würde. Schließlich hatten wir schon seit Wochen diese eisigen Temperaturen und andere Menschen froren ebenfalls. Wie erwartete, waren dort alle warmen Hosen ausverkauft. Lediglich ein paar dicke Jacken hingen noch auf den Ständern. Wir verließen das Geschäft und gingen zum Kaufhaus Stolz. Dort war es rammelvoll, da gerade der Verkauf von Feuerwerksartikeln begonnen hatte. Nach langem Suchen und Anprobieren fanden Achim und ich jeder eine Thermohose. Nichts Besonderes, aber schön warm und auch noch recht günstig!
Schneeverwehungen auf der Rückfahrt von Heiligenhafen.
Auf der Rückfahrt nach Dahme hielten wir kurz in Grube an um bei Edeka ein paar Lebensmittel für unser Raclette, welches wir Sylvester machen wollten, einzukaufen. Tchibo hatte am Dienstag Wintersachen im Angebot, unter anderem auch ein paar Spikes für Schuhe und Stiefel. Es gab nur noch ein paar in der Größe 42 – 47. Achim schaute es sich etwas skeptisch an, legte es dann jedoch in unseren Einkaufswagen.
Zurück in unserer Ferienwohnung aßen wir etwas, dann legte ich mich aufs Sofa und schlief eine Runde. Gegen 18 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Haus des Gastes, wo das Dahmer Winterfest stattfinden sollte. Im Internet stand, dass es um 16 Uhr beginnen würde. Es würde sogar eine Liveband spielen. Wir gingen zum Haus des Gastes. Weit und breit war nichts von einem Winterfest zu sehen. Ich schaute im Glaskasten nach und las, dass es erstens schon um 15 Uhr begonnen hatte und Zweitens auf dem  Sprüttenhusplatz stattfand. Wo, zum Teufel, war der Sprüttenhusplatz? Die Einheimischen würden es wissen, aber für die Touristen bzw. Auswärtigen hätten sie ruhig etwas mehr Information liefern können.
 „Vielleicht ist das ja der Platz hinter dem Kum-Luk. Weißt du, dort, wo wir mit Thomas und Thorsten waren.“
Wir gingen Richtung Kum-Luk. So sehr wir auch lauschten, von Musik bzw. einer Band, war weit und breit nichts zu hören. Uns fiel unterwegs auf, dass die Seebrücke total im Dunkel lag. „Ob die wohl gesperrt ist, weil gestern in Großenbrode jemand von der Seebrücke ins Wasser gefallen ist?“ fragte ich Achim.
„Kann schon sein.“
Als wir an der Seebrücke ankamen sahen wir aber dass dort ein Spaziergänger lief. Vielleicht war ja nur der Strom ausgefallen.
Im Kum-Luk bestellten wir uns etwas zu essen und fragten nach diesem Platz mit dem komischen Namen. „Ach, ihr meint den Spritzenhausplatz. Der liegt beim Feuerwehrhaus“, bekamen wir als Antwort. „Aber dort ist um diese Zeit bestimmt nichts mehr los.“
Auf dem Rückweg gingen wir an der Seebrücke durch den Deich und nicht wie sonst erst vor der Milchbar. Kurz vor dem Hotel Holsteinischer Hof stießen wir auf den Sprüttenhusplatz. Die Band spielte immer noch und um den einzigen Getränkewagen scharrten sich die Durstigen. Wir aber hatten keine Lust mehr dort in der Kälte etwas zu trinken und gingen schnurstracks in unsere Ferienwohnung.

Donnerstag, 30.12.2010
In der Nacht zum Donnerstag war es noch etwas kälter geworden. Tagsüber lagen die Temperaturen bei minus 11 Grad. Der Nebel, der sich auch am Vortag gehalten hatte, war immer noch nicht gewichen. Gegen 10 Uhr fing es sogar leicht zu schneien an. Für den Abend waren jedoch Temperaturen um 2 Grad Plus mit etwas Regen gemeldet worden! Davon war jedoch am Vormittag noch nichts zu merken.
Unser Thermometer zeigt - 11 Grad an.
Blick von unserer Terrasse auf die verschneite Natur.
Blick aus dem Schlafzimmer unseres Ferienhauses.
Blick aus dem kleinen Schlafzimmer unseres Ferienhauses.
Blick von unserer Terrasse auf die verschneite Natur.
Erst gegen Mittag schaute langsam die Sonne durch den verhüllten Himmel und die Temperatur stieg schon etwas an. Wir beschlossen nach Neustadt zu fahren und ein wenig im Hafen spazieren zu gehen. „Sicher sind die Angelboote eingefroren“, sagte ich zu Achim.
Kurz vorher schaute ich, bevor ich den Rechner herunterfuhr, noch einmal auf die Webcam von Neustadt. Ich rief Achim, der gerade ins Bad ging, hinterher: „Das gibt’s doch nicht! Da fährt gerade ein Schiff in den Hafen und legt an.“
Nun war ich noch neugieriger, wie es wohl tatsächlich im Hafen von Neustadt aussah. Vielleicht hätte man ja doch mit dem Boot zum Angeln rausfahren können? Aber selbst wenn das möglich gewesen wäre… Ich hätte mir auf dem Wasser den Tod geholt. Angeln hin, angeln her. Meine Gesundheit war mir nun doch wichtiger.
In Neustadt parkten wir unser Auto und gingen zuerst in den Angelladen. Auf den Weg dorthin sagte Achim: „Ich frage gleich mal ob wir morgen ein Boot bekommen können.“
Die verschneiten Kleinboote in Hafen von Neustadt.
Die verschneiten Kleinboote in Hafen von Neustadt.
Die verschneiten Kleinboote in Hafen von Neustadt.
Die verschneiten Kleinboote in Hafen von Neustadt.
Angeltreff in Neustadt
Als wir den Laden betraten begrüßte uns der Inhaber mit den Worten: „Hallo ihr Zwei. Ich habe euch eben schon vorbeifahren sehen.“
Achim grinste und sagte: „Wir wollten uns erkundigen, ob morgen noch ein Boot frei ist.“
Der Inhaber grinste zurück und meinte: „Bis vor 3 Tagen war es noch möglich rauszufahren, aber jetzt geht es leider nicht mehr.“
Achim: „Na, dass ist auch nicht schlimm. Im Mai sind wir wieder hier und dann fragen wir noch mal nach einem Boot. Wir wollten euch heute auch nur einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. “
Ich schaute mich nach einer Brandungsrute um, entschied mich dann jedoch dafür mit dem Kauf bis zum Mai zu warten. Vielleicht würde ich ja auch eine auf der Angelmesse in Duisburg finden.
Wir blieben etwa 15 Minuten im Laden, dann gingen wir in Neustadt etwas spazieren. Aber es war immer noch bitter kalt und darum kehrten wir bald zum Hafen zurück.
Wasservögel suchen zwischen den Eisschollen nach Nahrung
Wasservögel suchen zwischen den Eisschollen nach Nahrung
Im Teil des Hafenbeckens, wo es noch eisfreie Flächen gab, tummelten sich alle möglichen Wasservögel und auch ein paar Kormorane waren darunter. Die Tiere taten mir leid, denn die Futtersuche war zurzeit sehr schwierig und bestimmt froren auch sie.
Ein Kormoran auf einer Eisscholle in Neustadt.
„Wollen wir noch ein Stück am Wasser langgehen oder willst du zurück nach Dahme?“ fragte mich Achim.
Eigentlich hätte ich mich lieber ins Auto gesetzt, denn langsam froren mir meine Zehen ab, doch ich antwortete: „Okay. Gehen wir noch ein Stückchen. Aber bitte nicht mehr lange. Mir ist kalt.“
Auch Achim war nicht gerade warm und so kehrten wir schon bald wieder um. Als das Cafe Am Hafen in unseren Blick fiel hatten wir beide die Idee dort einzukehren und etwas Heißes zu trinken. Drinnen war es sehr voll. Wir setzten uns an einen Tisch, der gerade frei geworden war und beschlossen eine Kleinigkeit zu essen.
Verschneite Fischerboote im Hafen von Neustadt.
Verschneite Fischerboote im Hafen von Neustadt.
Die DAGNY im zugefrorenen Hafen von Neustadt.
Einmal Aufwärmen....
Einmal Aufwärmen....
Auf dem Rückweg nach Dahme machten wir einen Abstecher nach Kellenhusen. Ich fragte die Verkäuferin von der Boutique, ob sie inzwischen eine schwarze Jeans in meiner Größe gefunden bzw. besorgt hätte. Es tat ihr leid, wie sie mir versicherte, aber alle Hosen die sie in schwarz bestellt hatte wurden in nachtblau geliefert. Wir wünschten der Verkäuferin einen guten Rutsch und sagten, dass wir im Mai wieder reinschauen würden.
Als wir wieder im Auto saßen sagte ich zu Achim, dass ich erst wieder nach draußen gehen würde wenn wir Plusgrade hätten.
In der Ferienwohnung wickelte ich mich sogleich mit einer Wärmflasche im Rücken in eine kuschelige Decke. Ab und zu ging ich auf die Terrasse und schaute aufs Thermometer. Kurz vor 19 Uhr lag die Temperatur immer noch bei -4° C und es fing leicht zu schneien an.
Obwohl ich keine Lust hatte wieder in die Kälte hinaus zu müssen, zog ich mich dick an und ging mit Achim zum Milchbar Winterfest. Dieses Mal konnte man die Musik schon hinter dem Deich hören.
Die Band finity auf dem 2. Milchbar Winterfest in Dahme.
Uschi auf dem 2. Milchbar Winterfest in Dahme.
Achim auf dem 2. Milchbar Winterfest in Dahme.
Die Band finity auf dem 2. Milchbar Winterfest in Dahme.
Es spielte die Band „finity“. Da wir beide keinen heißen Glühwein wollten bestellten wir uns ein Bier. Dies war ohnehin schon kalt, aber wenn es einige Zeit gestanden hatte war es so kalt, dass man es kaum noch trinken konnte. Also hieß es das Glas schnell leer zu machen, damit es nicht einfror.

 

Die Band versuchte die Menschenmenge mit ihrer Musik in Stimmung zu bringen, was ihr auch gut gelang.
Nach guten 2 Stunden wurde es uns dann doch zu kalt und wir machten uns auf den Heimweg.

Freitag, 31.12.2010
Nun war also das angekündigte Tauwetter tatsächlich da. Um 9 Uhr hatten wir endlich wieder einmal Plusgrade. Wenn auch nur 2°C. Aber es war sehr windig geworden.
Die Bäume und Büsche, die gestern noch mit einer Eiskruste überzogen waren, waren wieder frei. Ich hatte den Eindruck, dass sich die Vögel ebenfalls über die gestiegenen Temperaturen freuten, denn sie flogen in Scharen am Himmel herum.
Nur für Autofahrer war es nicht so schön, denn überall wurden glatte Straßen gemeldet.
Für die Silvesternacht wurden sogar stürmische Böen vorhergesagt.
Gegen Mittag waren fast alle Wolken verschwunden und die Sonne ließ sich blicken. Wir beschlossen bei den angenehmen Temperaturen noch einmal einen Spaziergang am Strand zu machen. Es war einfach herrlich in der warmen Sonne zu laufen.
Verschneiter Nordstrand in Dahme
Verschneiter Nordstrand in Dahme
Eisschollen auf der Ostsee in Dahme
Eisschollen auf der Ostsee in Dahme
Eisschollen auf der Ostsee in Dahme
Die Mündung des  Oldenburger Graben.
Die Mündung des  Oldenburger Graben.
Wir gingen bis zum Oldenburger Graben. Da die Schleuse weiter oben aufgemacht worden war floß sehr viel Wasser durch den Bach. Wir standen am Rand und beobachteten wie immer mehr vom Ufer abbröckelte. Es war besser nicht zu nahe ans Ufer zu gehen!
.Auf dem Rückweg schauten wir kurz im Kum-Luk rein und bestellten dabei auch gleich einen Tisch für den nächsten Abend. Als wir an der Seebrücke waren sahen wir, dass sie am Kopfende gesperrt war.
Der Brückenkopf der Seebrücke in Dahme war wegen Eisglätte gesperrt
Die vereiste Seebrücke von Dahme.
Die vereiste Seebrücke von Dahme.
Die vereiste Seebrücke von Dahme.
Die vereiste Seebrücke von Dahme.
Nun war uns auch klar, warum die Angler, die wir einige Tage vorher auf der Brücke gesehen hatten, nicht wie üblich am Ende der Brücke gestanden hatten. Es war dort auch viel zu gefährlich, da es wie in Großenbrode passieren konnte, dass jemand ausrutschte und durch das Geländer ins Wasser fiel.
Als wir wieder in unserer Ferienwohnung waren konnten wir von der Terrasse aus einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten, den letzten für 2010.
Blick von unserer Terrasse: 2 Wacholderdrosseln beim Sonnenuntergang
Ein herlicher Sonnenuntergang beobachtet von unserem Ferienhaus in Dahme.
Ein herlicher Sonnenuntergang beobachtet von unserem Ferienhaus in Dahme.
Ein herlicher Sonnenuntergang beobachtet von unserem Ferienhaus in Dahme.
Es war schon für uns zur Tradition geworden, dass wir uns Silverster den Kurzfilm "Dinner for One" im Fernsehen anschauten. Und natürlich auch das "Ekel Alfred" bei der Zubereitung seines Silvester-Punsch.
Nach den Filmen setzten wir uns gemütlich an den Tisch und ließen uns die Köstlichkeiten, die wir für das Raclette gekauft hatten, schmecken.
Gegen 22.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Strand. Wir hatten zwar immer noch Plusgrade, jedoch hatte der Wind inzwischen kräftig zugelegt.
Auf der Promenade war schon eine Menge los. Wir stellten uns erst einmal hinter die Getränkebude, wo es auch eine Bank gab. Es spielte zwar keine Band wie am Tage zuvor beim Winterfest der Milchbar, aber immerhin gab es einen Discjockey, der sich große Mühe gab die Leute in Stimmung zu bringen.
Da es nur Bier aus Flaschen gab öffneten wir sofort unsere Sektflasche, die wir von Kösters geschenkt bekommen und zum Strand mitgenommen hatten. Sekt aus Plastikbechern zu trinken war zwar nicht so propper, aber es schmeckte uns trotzdem.
Manche Leute konnten mit ihrer Knallerei nicht bis Mitternacht warten. Immer wieder landeten Knaller direkt vor den Füßen der Besucher, was nicht ganz ungefährlich war.
Deshalb und auch weil es dort, wo wir standen sehr windig war, suchten wir uns einen anderen Platz. Direkt vor der Wand des Haus des Gastes war es etwas windstiller, deshalb stellten wir uns dort hin.
Als es auf Mitternacht zuging zählte der Discjockey die Sekunden rückwärts runter. Und schon flogen die ersten Raketen in den Himmel!
Silvester Feuerwerk aud der Strandpromenade in Dahme
Silvester Feuerwerk aud der Strandpromenade in Dahme
Das Feuerwerk war wie schon die Jahre zuvor einfach toll. Manches Mal wußte man gar nicht wohin man schauen sollte, der ganze Himmel über der Ostsee wurde mit bunten Lichtern erhellt.
Kurz vor 1 Uhr machten wir uns auf den Rückweg, obwohl das Feuerwerk immer noch nicht vorbei war.

 


Samstag, 01.01.2011
In der Nacht war aus dem Wind fast ein Sturm geworden. Aber es schien wenigstens die Sonne.
Mittags gingen wir noch einmal am Strand spazieren. In einem SB-Restaurant, da von einem älteren Ehepaar geführt wurde, aßen wir eine Currywurst mit Pommes.
Wieder zurück in unserer Ferienwohnung schauten wir uns Skispringen an. Irgendwann jedoch fielen mir die Augen zu und legte mich auf die Couch, wo ich schlief, bis es an der Tür klingelte und Annika und Ole davor standen. Sie waren von ihrer Silvesterfeier aus Oldenburg nach Dahme gekommen um uns zu besuchen.
Wir hatten für 18.30 Uhr im Kum-Luk einen Tisch reserviert. Als wir gegen 18 Uhr die Wohnung verließen waren die Temperaturen stark gefallen und die Straßen inzwischen spiegelglatt. Vorsichtig setzten wir einen Fuß vor den anderen. Es dauerte etwas länger als üblich bis wir im Kum-Luk ankamen.
Nach dem Restaurantbesuch hatten wir noch keine richtig Lust zurück in die Wohnung zu gehen, deshalb kehrten wir noch in einer Raucherkneipe ein. Dort tranken wir ein, zwei Gläser Bier. Da es dort allerdings recht laut und eine Unterhaltung nicht richtig möglich war, verließen wir die Kneipe schon bald wieder und gingen zurück in die Ferienwohnung. Annika hatte ein Spiel mit Namen Dixit (Spiel des Jahres 2010) mitgebracht . Wir hatten viel Spaß damit und legten uns erst kurz nach Mitternacht schlafen

Sonntag, 02.01.2011
Auch an diesem Morgen schien die Sonne trotz frostigen Temperaturen. Wir nutzten den Sonnenschein zu einem Spaziergang am Strand von Kellenhusen. Anschließend setzten wir uns ins Restaurant Passat und aßen dort zu Mittag.
Spaziergang an der winterlichen Ostseeküste von Kellenhusen.
Spaziergang an der winterlichen Ostseeküste von Kellenhusen.
Winterliche Ostseeküste von Kellenhusen
Winterliche Ostseeküste von Kellenhusen
Winterliche Ostseeküste von Kellenhusen
Dann trennten sich unsere Wege: Annika und Ole fuhren zurück nach Hamburg und Achim und ich nach Dahme.
Ich machte mich sofort ans Packen, denn am anderen Tag ging es wieder zurück nach Oerlinghausen.
Achim hatte Frau Köster schon Bescheid gesagt, dass wir über  Pfingsten für 14 Tage wieder nach Dahme kommen würden. Frau Köster reservierte uns sogleich die Wohnung Nr. 5 für diese Zeit.

Montag, 03.01.2011

Die Rückfahrt von Dahme verlief ohne Probleme. Die Straßen waren nicht besonders voll und auch gut zu befahren. Gegen 13.30  Uhr waren wir wieder zuhause.

Besuch der Angelmesse in Duisburg 2011

Am Samstag, den 08. Januar, fuhren wir zusammen mit Thomas zur Angelmesse nach Duisburg. Bisher waren wir immer nach Dortmund, zweimal auch zur Boot Düsseldorf und ein anderes Mal nach Hamm gefahren. Die Angelmesse in Duisburg war für uns total neu. Wir staunten nicht schlecht, als wir die vielen Besucher sahen. Als wir endlich unsere Eintrittskarte hatten zwängten wir uns an den Ständen vorbei bis wir an dem Stand von TR-Angelreisen angekommen waren. Torsten Rühl erkannte Achim sofort vom Foto des Forums Angeln in Deutschland (DAF). Und auch mich begrüßte er sehr freundlich.
Der Sponsor der LapplandreiseTorsten Rühl von TR-Angelreisen und Achim
Achim besprach mit Torsten ein paar Details der Schwedenreise. Am 22. August 2011 brechen wir zu einer 10 tägigen Schwedenrundreise auf. Es wird bestimmt eine erlebnisreiche Tour mit viel Fisch in der wilden Natur Lapplands. Am liebsten wäre Achim sofort  aufgebrochen.....
Danach gingen wir zum DAF-Stand. Wir stellten uns dem „Schiessmeister“ Gerd vor. Der „General“ Micha war im Moment nicht zugegen . Also schauten wir uns erst einmal ein wenig um, stillten unseren Durst und gingen dann nach draußen um eine Zigarette zu rauchen. Achim ging auf einen Mann zu, der ein DAF-Emblem  auf dem Pullover hatte, und fragte ihn, ob er Micha sei. Er war es! Wir beschlossen gemeinsam zum DAF-Stand zu gehen, wo Micha den Gutschein der Reise an Achim übergab. Auch Torsten kam noch einmal rüber zum DAF-Stand. Nach einigen Fotos verabschiedeten wir uns.
Angeln in Deutschland DAF
Micha Zeigt den Gutschein einer Besucherin vom DAF Stand
Achim im Gespräch mit Gerd vom DAF
Micha und Achim bei der Übergabe des Reisegutscheins.
Schiessmeister Gerd, Achim und Torsten Rühl der Sponsor der Lapplandreise.
Während wir uns an den verschiedensten Verkaufsständen aufhielten hielt ich immer wieder nach einer Brandungsrute Ausschau. Bei Angel Ussat fand ich eine, die mir gefiel. Nur der Preis irrtierte mich ein wenig. Die DAM-Surfrute sollte bei einer Länge von 4,20 m statt 89,90 nun 49,95 € kosten. Die gleiche Rute in 4,50 m Länge sollte jedoch statt 99,90  nun 79,95 kosten. Ich lief mir vom Einkäufer des Standes den großen Preisunterschied erklären bzw. fragte, wieso der Rabatt zwischen beiden Ruten so unterschiedlich groß sei. Er nahm die Rute, ging damit zur Kasse und gab dort Bescheid, dass die Rute nur 59,95 € kosten würde. Das war ein Wort!
Thomas kaufte sich ebenfalls eine Brandungsrute, die jedoch etwas günstiger war. Stolz ging ich mit meiner neuen Rute in der Hand weiter.
Thomas auf der Meesse in Duisburg mit neuer Brandungsrute.
Uschi und Thomas vor dem DAF Stand in Duisburg.
Beim Weltmeister im Brandungsangeln kaufte sich Achim noch eine Brandungsrolle, die schon fertig bespult war.

Oerlinghausen, den 20.01.2011

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