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Achim Kluck

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Stein von Rosette

 Rosette

Rosette, die ├Ągyptische Hafenstadt liegt im westlichen Nildelta und
hat ca. 37.000 Einwohner. Im Jahre 1799 wurde von franz├Âsischen
Soldaten bei Bauarbeiten an der Festung Ford Raschid n├Ârdlich von
der Stadt Rosette eine Inschriftenstele gefunden, der gr├Â├čte
Bedeutung erlangte. Er ist heute als ÔÇ×Stein von Rosette“ bekannt.
 

Das Dekret Ptolemaios‘ V 

Die Inschrift des Steines enth├Ąlt ein Dekret, mit dem Priester
 v.Chr. den Kult des K├Ânigs Ptolemaios‘ V. in allen Tempeln
des Landes anordneten. Das Dekret ist in zwei Sprachen und
drei Schriften wiedergegeben: in Hieroglyphen, in griechischer
und in demotischer Schrift. So lieferte der Stein den Schl├╝ssel
zur Entzifferung der Hierogylphen.
Heute befindet sich der Stein von Rosette im Britischen Museum.

Stein von Rosette
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  1. Unter der Regierung des J├╝nglings, der seinem Vater in der K├Ânigsw├╝rde nachfolgte, Gebieter ├╝ber die Diademe, der ruhmvollste, der ├ägypten errichtet hat und fromm
     
  2. gegen├╝ber den G├Âttern ist, der ├╝ber seine Feinde triumphiert, der das gesittete Leben der Menschen wiederhergestellt hat, Herr der Dreiessig-Jahr-Feiern, gerecht wie Hephaistos der Gro├če, ein K├Ânig der Sonne gleich,
     
  3. gro├čer K├Ânig der Oberen und der Unteren L├Ąnder, Abk├Âmmling der G├Âtter Philopatores, der von Hephaistos aner┬şkannt ist, dem die Sonne Sieg gegeben hat, das lebende Ebenbild des Zeus, Sohn der Sonne, PTOLEMAIOS,
     
  4.  DER EWIG LEBT, GELIEBT VON PTAH, im neunten Jahr, als Aetos, Sohn des Aetos, Priester des Alexanders war, und der G├Ât┬şter Soteres, und der G├Âtter Adelphoi, und der G├Âtter Euergetai, und der G├Âtter Philopatores, und
     
  5. des Gottes Epiphanes Eucharistos; als Pyrrha, Tochter des Philinos, Athlophore der Berenike Euergetis war; als Areia, Tochter des Diogenes, Kanephore der Arsino├ź Philadelphos war; als Irene,
     
  6. Tochter des Ptolemaios, Priesterin der Arsinoe Philopator war; am vierten Tag des Monats Xandikos, nach den ├ägyp┬ştern der 18. Tag des Monats Mekhir. DEKRET. Die Oberpriester haben sich ver┬şsammelt und die Propheten und diejenigen, die den inneren Schrein betreten, um die
     
  7. G├Âtter zu gewanden, und die F├Ącher-Tr├Ąger und die heiligen Schreiber und die anderen Priester aus den Tempeln des ganzen Landes, sie waren alle nach Memphis gekommen, um dort mit dem K├Ânig zusammenzutreffen, zum Fest des Empfangs der K├Ânigsw├╝rde
     
  8. durch PTOLEMAIOS, DER EWIG LEBT, GELIEBT VON PTAH, DER GOTT EPIPHANES EUCHARISTOS, in die er seinem Vater nachfolgte. Sie hatten sich an diesem Tag im Tempel zu Memphis versammelt und sprachen:
     
  9. Der K├Ânig PTOLEMAIOS, DER EWIG LEBT, GELIEBT VON PTAH, DER GOTT EPIPHANES EUCHARISTOS, der Sohn des K├Ânigs Ptolemaios und der K├Ânigin Arsino├ź, der G├Âtter Philopatores, ist ein Wohlt├Ąter sowohl der Tempel und
     
  10. deren Bewohner als auch aller anderen gewesen, die seine Untertanen sind. Er ist ein Gott, entstanden aus einem Gott und einer G├Âttin (wie Horus, der Sohn der Isis und des Osiris, der seinen Vater Osiris r├Ąchte) (und)
     
  11. den G├Âttern wohlgesinnt. Er hat den Tempeln Eink├╝nfte an Geld und Getreide geschenkt, er hat gro├če Summen aufgewandt, um ├ägypten zum Wohlstand zu verhelfen und die Tempel zu versorgen,
     
  12. und er ist mit seinen eigenen Mitteln freigebig umgegangen; und er hat einige Abgaben und Steuern erlassen, die in ├ägypten erhoben wurden, und andere hat er erm├Ą├čigt, damit das Volk und alle anderen
     
  13. w├Ąhrend seiner Herrschaft in Wohlstand leben m├Âgen; und er hat die Schulden an die Krone erlassen, viele an der Zahl, die in ├ägypten und dem ├╝brigen K├Ânigreich noch zu bezahlen waren; und diejenigen, welche
     
  14. im Gef├Ąngnis sa├čen, und diejenigen, wel┬şche schon seit langer Zeit unter Anklage standen, hat er von allem befreit, was ihnen zur Last gelegt worden war; und er hat bestimmt, dass die G├Âtter weiterhin an den Eink├╝nften der Tempel und den j├Ąhr┬şlichen Zuwendungen an dieselben, sowohl an
     
  15. Getreide als auch an Geld, teilhaben sollen, desgleichen auch an den ihnen zugeteilten Eink├╝nften aus dem Rebland und den G├Ąrten und den anderen L├Ąn┬şdereien, die zu seines Vaters Zeit den G├Âttern geh├Ârten;
     
  16. und er hat ferner bestimmt, dass in bezug auf die Priester diese keine h├Âheren Geb├╝hren bei der Zulassung zum Priesteramt zu entrichten haben, als was ihnen w├Ąhrend der Herrschaft seines Vaters und bis zum ersten Jahr seiner eigenen Herrschaft auferlegt war; und er hat die Mitglieder der
     
  17. Priesterorden von der Pflicht entbunden, einmal j├Ąhrlich nach Alexandrien zu reisen; und er hat bestimmt, dass niemand mehr zum dienst in der flotte gepresst werden d├╝rfe; und die Steuer auf byssus gewebe, die die Tempel an die Krone bezahlten,
     
  18. hat er um zwei Drittel erm├Ą├čigt; und welche Dinge auch immer in fr├╝herer Zeit vernachl├Ąssigt worden waren, hat er wieder in ihre gute Ordnung versetzt, da er darum besorgt war, wie die althergebrachten Pflichten gegen├╝ber den G├Âttern gem├Ą├č den Gebr├Ąuchen wieder erf├╝llt werden k├Ânnten;
     
  19. und ebenso hat er allen gleich Gerechtigkeit widerfahren lassen, wie Hermes der Gro├če und Gro├če; und er hat verf├╝gt, dass den Angeh├Ârigen des Kriegerstandes, die zur├╝ckkehren, und anderen, die
     
  20. in den Tagen des Aufruhrs ├╝belgesinnt waren, erlaubt w├╝rde, bei R├╝ckkehr ihre fr├╝heren Besitzt├╝mer wieder an sich zu nehmen; und er traf Ma├čnahmen, dass Reiterei und Fu├čtruppen und Schiffe gegen diejenigen ausgesandt w├╝rden, die
     
  21. ├╝ber das Meer und vom Land her in ├ägypten eingedrungen waren, und er wandte gro├če Summen Geldes und Mengen an Getreide auf; damit die Tempel und alle anderen im Lande in Sicherheit seien; und
     
  22. er zog nach Lycopolis im Gau Busirus, das besetzt und gegen eine Belagerung befestigt und mit einem reichlichen Vor┬şrat an Watten und allen anderen Notwen┬şdigkeiten versehen war (er sah, dass schon lange Unzufriedenheit
     
  23. unter den gottlosen Feinden herrschte, die sich darin versammelt und den ,Tempeln und allen Einwohnern ├ägyptens gro├čen Schaden zugef├╝gt hatten, und er
     
  24. schlug gegen├╝ber ein Feldlager auf, er umgab die Stadt mit W├Ąllen und Gr├Ąben und sorgf├Ąltig ausgef├╝hrten Befestigungen; als der Nil im achten Jahr (seiner Herrschaft) stark anstieg, was gew├Âhnlich zur ├ťberschwemmung
     
  25. des flachen Landes f├╝hrt, verhinderte er das, indem er an vielen Stellen die Aus┬şg├Ąnge der Kan├Ąle mit D├Ąmmen absperrte (wof├╝r er nicht wenig Geld ausgab), und er stellte Reiter und Fu├čtruppen auf;
     
  26. um sie zu bewachen; nach kurzer Zeit nahm er die Stadt im Sturm und vernich┬ştete alle gottlosen Feinde in ihr, gleich wie Hermes und Horus, der Sohn der Isis und des Osiris, die ehemals die Rebellen in demselben
     
  27. Distrikt ├╝berw├Ąltigt hatten, und wegen denjenigen, die die Rebellen zu den Zeiten seines Vaters angef├╝hrt und das Land in Unruhe gest├╝rzt und den Tempeln Un┬şrecht zugef├╝gt hatten, kam er nach Memphis, um
     
  28. seinen Vater und sein eigenes K├Ânigtum zu r├Ąchen; und als er dorthin kam, um sich den besonderen Feierlichkeiten zur Thronbesteigung zu unterziehen, be┬şstrafte er alle so wie sie es verdient hatten; und er erlie├č
     
  29. den Tempeln alle Schulden an die Krone, die bis zu seinem achten Jahr noch nicht bezahlt waren, keine kleinen Summen Geldes und Mengen an Getreide; ebenso erlie├č er die Geldstrafen f├╝r
     
  30. das noch nicht an die Krone abgef├╝hrte Byssus-Gewebe wie auch, f├╝r den gleichen Zeitraum, die verschiedenen Geb├╝hren f├╝r die Nachpr├╝fung bereits abgef├╝hrten Gewebes; und er befreite die Tempel von (der Steuer) des Arlabe f├╝r jeden Aroura geheiligten Landes und ebenso davon, einen
     
  31. Krug Wein für jeden Aroura Rebland abgeben zu müssen; und er machte viele Schenkungen für Apis und Mnevis und die anderen heiligen Tiere in Ägypten, da er sehr viel mehr Rücksicht nahm auf alles was den
     
  32. G├Âttern zugeh├Ârte als die K├Ânige vor ihm; und f├╝r ihre Bestattungen gab er alle Dinge, die man brauchte, reichlich und pr├Ąchtig, und was normalerweise an ihre besonderen Schreine geleistet wurde, mit Opferungen und Feierlichkeiten und anderen ├╝blichen Br├Ąuchen;
     
  33. und er behielt die Ehrungen der Tempel und ├ägyptens bei, wie es das Gesetz vor┬şschreibt; und er schm├╝ckte den Tempel des Apis reich mit Werken, indem er ihm Gold und Silber
     
  34. und Edelsteine gab, keine kleinen Be┬ştr├Ąge; und er hat Tempel und Schreine und Alt├Ąre gestiftet, und er hat diejenigen instandgesetzt, die dessen bedurften, da ihm in allen religi├Âsen Dingen
     
  35. der Geist eines wohlt├Ątigen Gottes eigen ist; und auf F├╝rbitte hin erneuert er den r├╝hmlichsten aller Tempel w├Ąhrend sei┬şner Regierungszeit, wie es sich ziemt; und als Belohnung f├╝r diese Dinge haben ihm die G├Âtter Gesundheit, Sieg, Kraft und alle anderen sch├Ânen Dingen gegeben,
     
  36. und er und seine Kinder sollen die K├Ânigsw├╝rde f├╝r alle Zeiten behalten. MIT GUTEM GL├ťCK: Die Priester aller Tempel im Lande haben beschlossen, die bereits bestehenden Ehrungen f├╝r
     
  37. den K├Ânig PTOLEMAIO5, DER EWIG LEBT, GELIEBT VON PTAH, DER GOTT EPIPHANES Eucharistos, betr├Ąchtlich zu vergr├Â├čern, ebenso diejenigen f├╝r seine Eltern, die G├Âtter Philopatores, und f├╝r seine Vor┬şfahren, die G├Âtter Euergetai und
     
  38. die G├Âtter Adelphoi und die G├Âtter So┬şteres, und an der sichtbarsten Stelle in jedem Tempel ein Standbild des EWIG LEBENDEN K├Ânigs PTOLEMAIOS, GELIEBT VON PTAH, DES GOTTES EPIPHANES EUCHA┬şRISTOS aufzustellen,
     
  39. das dasjenige von ÔÇ×PTOLEMAIOS, der Ver┬şteidiger von ├ägypten“ genannt werden soll, neben dem der Hauptgott des ,Tem┬şpels stehen und ihm die Siegeswaffe ├╝berreichen soll, und alle sollen (in ├Ągyptischem)
     
  40. Stil angefertigt werden; und alle Priester sollen den Standbildern dreimal am ,Tage huldigen und ihnen die heiligen Gew├Ąn┬şder anlegen und alle anderen ├╝blichen Ehrungen erweisen, wie sie den ├╝brigen G├Âttern an den ├Ągyptischen Festtagen zuteil werden;
     
  41. und f├╝r den K├Ânig PTOLEMAIOS, DEN GOTT EPIPHANES EUCHARISTOS, von K├Ânig Ptolemaios und K├Ânigin Arsino├ź herge┬şkommen, den G├Âttern Philopatores, in jedem der Tempel eine Statue und einen goldenen Schrein zu errichten
     
  42. und ihn im inneren Gemach bei den anderen Schreinen aufzustellen; und bei den gro├čen Festen, an denen die Schreine in der Prozession mitgetragen werden, soll auch der Schrein des GOTTES EPIPHANES EUCHARISTOS in der Prozession mitgetragen werden.
     
  43. Damit er sich leicht unterscheiden lie├če jetzt und f├╝r alle Zeiten, sollen dem Schrein die zehn goldenen Diademe des K├Ânigs aufgesetzt und ein Ur├Ąus beigef├╝gt werden, aber statt
     
  44. der ur├Ąusf├Ârmigen Diademe, welche sieh auf den anderen Schreinen befinden, soll hier in deren Mitte die pschent genannte Krone sein, die er sich aufsetzte als er in den Tempel zu Memphis trat,
     
  45. um darin die feierlichen Handlungen anl├Ąsslich der Annahme der K├Ânigsw├╝rde vorzunehmen; und es sollen auf der viereckigen Oberfl├Ąche rund um die Diademe nebst der vorerw├Ąhnten Krone auch goldene Symbole angebracht werden (acht an der Zahl, die anzeigen)
     
  46. dass dies (der Schrein) des K├Ânigs ist, der die Oberen und die Unteren L├Ąnder manifest macht. Und weil es der 30. Tag des Mesore ist, an dem der Geburtstag des K├Ânigs gefeiert wird und ebenfalls (der 17. Tag des Paophi)
     
  47. an dem er seinem Vater in die K├Ânigsw├╝rde nachfolgte, haben sie in den Tem┬şpeln diese Tage als Namenstage in Ehren gehalten, weil sie Quellen reichen Segens f├╝r alle sind; es wurde ferner angeordnet, dass an diesen Tagen in jedem Monat in den Tempeln ganz ├ägyptens Feierlichkeiten abgehalten werden,
     
  48. an welchen Brand- und Trankopfer dargebracht und alle sonstigen, an anderen Feierlichkeiten ├╝blichen Zeremonien vollzogen werden sollen (und die Opferspenden sollen den Priestern gegeben werden die)
     
  49. in den Tempeln dienen. Und ein Festtag soll j├Ąhrlich f├╝r den K├Ânig PTOLEMAIOS, DER EWIG LEBT, GELIEBT VON PTAH, DER GOTT EPIPHANES EUCHAR1STOS, in den Tempeln des ganzen
     
  50. Landes abgehalten werden, vom 1. Tag des Thot an f├╝r f├╝nf Tage, an welchen sie Kr├Ąnze ragen und Brand- und Trankopfer darbringen und die anderen ├╝blichen Ehrungen erweisen sollen, und die Prie┬şster (in jedem Tempel) sollen
     
  51. Priester des GOTTES EPIPHANES EUCHARI┬şSTOS genannt werden, zus├Ątzlich zu den Namen der anderen G├Âtter denen sie dienen; und ihre Priesterw├╝rde soll auf allen offiziellen Dokumenten erscheinen (und in den Ringen, die sie tragen, eingraviert werden);
     
  52. und Privatpersonen soll ebenfalls erlaubt sein, den Festtag einzuhalten und den vorerw├Ąhnten Schrein aufzustellen und ihn in ihren H├Ąusern zu haben und j├Ąhr┬şlich die genannten Feste abzuhalten,
     
  53. damit es allen zur Kenntnis gelange, dass das Volk ├ägyptens den GOTT EPIPHANES EUCHARISTOS, den K├Ânig, verherrlicht und ehrt, wie das Gesetz es verlangt. Dieses Dekret soll in eine Stele aus
     
  54. hartem Stein in heiligen [d.h. hiero┬şglyphischen] und einheimischen [d.h. Demotischen] und griechischen Buchstaben eingemei├čelt und in jedem Tempel der ersten, zweiten und dritten [Ordnung] neben dem Standbild des ewig lebenden K├Ânigs aufgestellt werden.

  Der Text stammt aus einer Ver├Âffentlichung von Britisch Museum Press

Das ├Ągyptische Totenbuch

Obwohl vom Toten-Buch die Rede ist, sollte man sich darunter kein gebundenes Buch vorstellen, sondern Papyrusrollen und Inschriften an den Grabw├Ąnden und -s├Ąulen. Totenb├╝cher sind eine Ansammlung von Spr├╝chen und Bildern, welche die Aufgabe hatten, die Toten vor Gefahren des Jenseits zu sch├╝tzen.
Nicht bei jedem Toten wurde sich die M├╝he gemacht ein einzelnes Totenbuch zu schreiben, sondern es waren eher Kopien von Vorlagen, in denen einfach nur in den freien Feldern der Name des Auftraggebers und manchmal auch Bilder eingef├╝gt wurden.

Die Reihenfolge nach der H├Ąufigkeit des Vorkommens im Neuen Reich

Das Amduat

Es ist die ├Ąlteste und im Laufe der Geschichte am h├Ąufigsten gebrauchte Begr├Ąbnisschrift.
Sie wurde von den Ägyptern "Die Schrift der verborgenen Kammer" genannt.
Sie erz├Ąhlt "Von dem, was in der Unterwelt ist" und beschreibt ausf├╝hrlich die Reise des Sonnengottes in der Unterwelt in den 12 Nachtstunden.

Auszug aus der Strafpredigt aus der 11. Nachtstunde des Amduat:
ÔÇ×Eure K├Ârper sollen gestraft werden mit dem strafenden Messer,
eure Seelen sollen vernichtet, eure Schatten zertreten
und eure K├Âpfe abgeschnitten sein!
Ihr seid nicht enststanden, ihr geht auf dem Kopf,
ihr erhebt euch nicht, denn ihr sei in eure Gruben gefallen,
ihr seid nicht entkommen, ihr seid nicht entflohen!
Das Feuer der (Schlange) >Die Millionen verbrennt< ist gegen euch,
die Glut (der G├Âttin) >Die ├╝ber ihren Kesseln ist< ist gegen euch,
das Messer der (G├Âttin) >Die ├╝ber ihren Messern ist< ist in euch,
sie verst├╝mmelt euch, sie metzelt euch nieder!“

 

Die Litanei des Re

Die Litanei des Re stammt aus der 18. Dynastie. Sie feiert den Sonnengott Re in seinen 75 verschiedenen Gestalten und preist die Vereinigungen zwischen dem K├Ânig und anderen Gottheiten.
Abgek├╝rzt wird die Litanei des Re auch als ÔÇ×Sonnenlitanei“ bezeichnet.

 

Auszug aus der Sonnenlitanei:

ÔÇ×Ich bin du, und du bist ich,
dein Ba ist mein Ba,
dein Lauf ist mein Lauf durch die Unterwelt!
...
Wie du bist, so bin auch ich,
dein Wandel ist ja mein Wandel,
dein Dahineilen ist ja mein Dahineilen
...
Meine Fahrt ist deine Fahrt, Re,
mein Dahineilen ist dein Dahineilen
...
Ich gehe mit dem Gang des >Horizontischen<,
ich wandle mit dem Wandel Res.“
 

Das Pfortenbuch (Buch der Tore)

Es taucht gegen Ende der 18. Dynastie auf und berichtet ├╝ber die 12 Tore, die die 12 Nachtstunden voneinander trennen.

In der 40. Szene des Pfortenbuches spricht der Sonnengott zu den Verstorbenen, die als Mumien auf einer schlangengestaltigen Bahre daliegen:

ÔÇ×Erheben soll sich f├╝r euch euer Fleisch,
zusammenf├╝gen sollen sich f├╝r euch eure Knochen,
umfassen sollen sich f├╝r euch eure Glieder,
vereinigen sol sich f├╝r euch euer Fleisch!
Angenehmer Lufthauch an eure Nsen,
L├Âsung f├╝r euere Mumienbinden,
Enth├╝llung f├╝r eure Gesichtsmasken!
Licht sei euren Gottesaugen,
damit ihr mit ihnen das Leuchten seht!
Aufrichten sollt ihr euch aus eurer Mattigkeit,
damit ihr eure ├äcker in Empfang nehmt ...“
 

Das Totenbuch

Das Totenbuch, von den ├ägyptern "Buch des Heraustretens bei Tage" genannt, enth├Ąlt eine Sammlung von Zauberformeln f├╝r die Reise in die Unterwelt. Es hat seinen Ursprung bei alten Sarg- und Pyramidentexten und wurde haupts├Ąchlich in den Gr├Ąbern der B├╝rger gelegt, fand aber auch w├Ąhrend der Ramessiden Einzug      in die Pharaonengr├Ąbern

Spruch 115 des Totenbuches:

ÔÇ×Ich bin dein Sohn, Osiris!
Ich bin gekommen, damit ich dein Schutz sei,
ich habe dein Haus befestigt, so da├č es bleib und dauert,
wie Ptah befohlen hat, wie Re selber befohlen hat.“

Spruch 151 des Totenbuches:

ÔÇ×Ich bin dein Sohn, Osiris!
Ich bin gekommen, damit ich dein Schutz sei,
ich habe dein Haus befestigt, so da├č es bleibt und dauert,
wie Ptah befhalen hat, wie Re selbst befohlen hat.“

Spruch 182 des Totenbuches:

ÔÇ×Schutz und Leben sind ganz um ihn,
diesen Gott, den sein Ka beh├╝tet, den K├Ânig der Unterwelt,
der den Westen beherrscht und den Himmel erobert hat im Triumph,
... der bis in alle Ewigkeit bestehen wird.“

Die B├╝cher des Himmels

Wie der Name schon sagt, beschreiben die Texte die Fahrt des Sonnegottes Re ├╝ber den Himmel. Die drei bekanntesten sind "Buch des Tages“, "Buch der Nacht", "Buch der Himmelskuh". Sie kommen in der Sp├Ątzeit des Neuen Reiches vor

Das Buch der H├Âhlen

Hier wird die Unterwelt als eine Abfolge von H├Âhlen oder Gruben dargestellt, ├╝ber die sich der       Sonnengott Re hinwegbewegt. Alle Belohnungen und Bestrafungen im Jenseits werden aufgelistet und ├╝ber die Vernichtung der Feinde des Sonnengottes erz├Ąhlt

Das Buch der Erde

Das Buch der Erde stammt aus der 20. Dynastie und beschreibt in 4 Teilen die n├Ąchtliche Fahrt der Sonnenbarke durch die Unterwelt.

 

 

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