Navileiste4


Copyright 2001-2013
by

Achim Kluck

Besucherzšhler

Uschis Angelberichte und mehr...

Pharaonen

Ramses II.

Ramses II, auch "der Gro√üe" genannt, hat sich diesen Namen wirklich verdient. Er wurde mit 25 Jahren K√∂nig von √Ągypten und regierte etwa 67 Jahre lang dieses Reich. Von keinem anderen Pharao sind uns so viele Bauwerke und Hinterlassenschaften geblieben wie von ihm. Da Ramses recht alt wurde, hatte er auch entsprechend viele Frauen und MumieNebenfrauen. So konnte er √ľber hundert T√∂chtern und S√∂hnen z√§hlen, deren genaue Anzahl jedoch bis heute unbekannt ist.

Ramses IINoch bevor Ramses II. zum Pharao gekr√∂nt wurde, war er f√ľr sein Vaterland t√§tig. In der ersten Regierungszeit widmete er sich haupts√§chlich der Sicherung der syrischen Grenze. In seinem 5. Regierungsjahr stellte er eine Armee zusammen, die aus sagenhaften 20 .000 Mann bestand. So zog er gegen die Hethiter in den Krieg, die jedoch nicht minderwertig waren. Beim ersten Angriff wurde die Streitmacht Ramses' regelrecht von den Feinden dahingerafft, das Heer war geschw√§cht. Am n√§chsten Tag griffen die √Ągypter erneut an, doch das Ergebnis war ein Unentschieden, wobei es dann auch vorerst belassen wurde. Auch in den folgenden Jahren gab es immer wieder Feldz√ľge gegen die Hethiter, doch weder die eine noch die andere Partei konnte ihre Macht unter Beweis stellen. Im Jahr 1259 v. Chr. wurden die Kriege endlich beigelegt.
Ramses ist nicht nur f√ľr die Vielzahl seiner Bauwerke bekannt, die sich √ľber das ganze Land erstrecken, sondern auch f√ľr den Gigantismus dieser Monumente. Auf dem Westufer bei Theben lie√ü er das Ramesseum, einen gigantischen Totentempel erbauen. Bekannter ist jedoch der riesige Tempel bei Abu Simbel. Durch eine wahrhafte Meisterleistung fallen genau zur Tagundnachtgleiche die Strahlen der aufgehenden Sonne in das 60 Meter tief im Berg befindliche Heiligtum und beleuchten so drei der vier dort sitzenden G√∂tterbilder. Der Gott der Unterwelt, Ptah, wird genialerweise nicht angestrahlt.
Ramses II. starb vermutlich im Alter von 92 Jahren. Von seinem Grab im Tal der K√∂nige ist leider nicht viel erhalten geblieben, seine Mumie wurde jedoch unversehrt 1881 im gro√üen Depot von Deir el-Bahari gefunden. Man kann sie heute im √Ągyptischen Museum von Kairo bewundern. Es ist eine der besterhaltensten Mumien.

 

        Djoser                                                                                      Djoser

Djoser hatte bei seiner Thronbesteigung mit politischen Krisen zu k√§mpfen. Trotzdem konnte er sein Herrschaftsgebiet bis Assuan ausdehnen. Djoser regierte rund neunzehn Jahre das Land und machte den Thron frei f√ľr Sechemchet.

Heute wird mit dem Namen Djoser etwas ganz bestimmtes assoziiert: die Stufenpyramide in Sakkara. Seine Pyramide gilt als das erste Steinbauwerk der Welt, dessen genialer Baumeister Imhotep hie√ü. Er war gleichzeitig auch Arzt und Wesir und wurde sp√§ter in √Ągypten als Gott verehrt. Auf den Bau der Stufenpyramide und weitere Details gehe ich auf meiner Seite √ľber die Pyramiden ein

 
                                                                     
Snofru

Snofru heiratete die Tochter Hunis und gilt somit als der Gr√ľnder der 4. Dynastie. √úber seine 24j√§hrige Herrschaft wird hauts√§chlich positives berichtet. Expeditionen in den Libanon brachten Zedernholz in das Land, die Handelsbeziehungen zu diesem Staat florierten. Aus bisher ungekl√§rten Gr√ľnden w√§hlte er Dahschur f√ľr den Bau seiner Grabst√§tte aus, wo er gleich zwei Pyramiden f√ľr sich erbauen lie√ü: die Knickpyramide, die Pyramide von Meidum. Er lie√ü auch die Rote Pyramide bauen.

Cheops

Wie sein Vater hat auch Cheops etwa 24 Jahre das Land regiert. Inschriften berichten von Feldz√ľgen auf die Sinai-Halbinsel. Hier sollten zum einen die Beduinen in Schach gehalten werden, aber auch das dortige T√ľrkisvorkommen fand gro√üen Anreiz. Seine wohl gr√∂√üte Leistung war der Bau seines Grabmals, der Cheopspyramide, die auch Gro√üe Pyramide genannt wird. Von einigen Chronisten wird Cheops viel √úbles nachgesagt
Cheopsfigur

Chefren

 Unter Chephren, dem Sohn des Cheops, erlebte der Nilstaat eine Bl√ľte. Man geht davon aus, dass Chephren etwa 25 Jahre lang √ľber √Ągypten regiert hat, Manetho spricht sogar von 66 Jahren, was aus heutiger Sicht jedoch unwahrscheinlich ist. Viel ist √ľber ihn nicht bekannt, nur seine Pyramide mit dem Gro√üen Sphinx zeugen von seiner Macht. Chephren ist auch unter den Namen Cha-f-re bekannt.
Chephrenfigur


Mykerinos

 Mykerinos wird nachgesagt, dass er milder gewesen sein soll als seine beiden Vorg√§nger. Die Legende besagt, dass er nur 6 Jahre lang das Land regiert haben soll. Heute geht man jedoch davon aus, da√ü es 28 Jahre waren. Mykerinos errichtete seine relativ kleine Pyramide neben der seines Vaters Chephren. Er war mit seiner Schwester Chamerernebti II. verheiratet. Im Vergleich zu Cheops und Chephren sind uns von diesem Pharao mehr Statuen erhalten geblieben.

Mentuhotep I

 Mentuhotep I. ist der Begr√ľnder des Mitteleren Reiches, denn ihm gelang einige Jahre nach seiner Thronbesteigung die Wiedervereinigung √Ągyptens (um 2040 v. Chr.). Der Beginn seiner Amtzeit war jedoch von schweren K√§mpfen √ľberschattet. In einer Schlacht verlor er viele seiner Krieger, die er in einem Massengrab bestatten lie√ü. Eine Rebellion im thinitischen Nomos (Abydos) wendete das Blatt. Mentuhotep siegte in mehreren Schlachten und konnte im 39. Amtsjahr die Wiedervereinigung der beiden L√§nder feiern. Insgesamt regierte er 50 Jahre und konnte am Ende seiner Amtszeit auf ein friedliches und gest√§rktes Reich zur√ľckblicken. Sein gr√∂√ütes Projekt war jedoch das Tempelgrab am Westufer bei Theben.
Mentuhotep

Hatschepsut

 Hatschepsut war die Tochter Thutmosis I., des Begr√ľnders der 18. Dynastie. Thutmosis I. war urspr√ľnglich nur ein General gewesen, jedoch von seinem Vorg√§nger Amenophis I. zum Regenten bestimmt worden, da dieser keinen Sohn hatte. In ihren Jugendjahren scheint Hatschepsut eine normale √§gyptische Prinzessin gewesen zu sein. Nach dem Tod ihres Vaters wurde ihr Halbbruder Thutmosis II. Pharao, und Hatschepsut seine Gro√üe K√∂nigliche Gemahlin. Hatschepsut gebar ihrem Halbbruder eine Tochter - Neferure - aber keinen Thronfolger. So wurde nach dem Tod Thutmosis II. sein Sohn Thutmosis III., Kind einer Nebenfrau, der neue offizielle Pharao.

 Als Tutmosis II. starb √ľbernahmHatschepsut zun√§chst die Regentschaft, da Thutmosis III., der eigentlich Anw√§rter auf den Thron, noch zu jung war. Nach zwei Jahren lie√ü sich Hatschepsut jedoch selbst kr√∂nen und bestieg als Pharao den Thron. Bei den Kr√∂nungsfeierlichkeiten trug sie lediglich den traditionellen Schurz, der Oberk√∂rper blieb frei. Hier verzichtete sie noch auf den traditionellen Bart, holte dies jedoch sp√§ter nach. Schon bald begann sie mit dem Bau des einzigartigen Totentempels in Deir el -Bahari. In drei Stufen wurde der Tempel in den Fels geschlagen, ausgerichtet nach Osten, parallel zum Amunstempel bei Karnak auf dem anderen Nilufer.

 Hatschepsuts engster Vertrauter hie√ü Senenmut und half ihr auch beim Bau des Taltempels und der weiteren Prachtwerke. Thutmosis III. blieb w√§hrend ihrer gesamten Regierungszeit als Mitregent im Hintergrund. Von kriegerischen Unterfangen ist nichts bekannt, jedoch nutze sie ihre Geschicke f√ľr Handelsbeziehungen aller Art.

Doch dann setzte ein radikaler Umschwung ein. Plötzlich wird Hatschepsut mit allen offiziellen Titeln eines ägyptischen Pharao bezeichnet und ihr Stiefsohn erscheint nur noch in einer nachgeordneten Rolle (wurde aber nie verleugnet).

Hatschepsut begann sich als einzigen rechtm√§ssigen K√∂nig √Ągyptens darzustellen. Tempel wurden ausgeschm√ľckt, Obelisken errichtet und ein neues Grab im Tal der K√∂nige begonnen. Selbst Amun, der Hauptgott, wurde bem√ľht - angeblich hatte er in einen Orakel Hatschepsut als Herrscherin √Ągyptens best√§tigt. Ja, sie wurde sogar mit dem traditionellen K√∂nigsbart oder als Mann dargestellt. Eine Expedition in das sagenumwobene Land Punt wurde durchgef√ľhrt, ein Ereignis, dass im Totentempel der K√∂nigin gro√ü dargestellt wurde.

Ein Mann in der Umgebung Hatschepsuts tritt besonders hervor. Es handelt sich um Senenmut, der aus ärmlichen Verhältnissen stammte und zum ersten Mann im Staat aufstieg. Immer wieder wurde er als "Liebhaber" der Königin verdächtigt. Er errichtete den bekannten Totentempel der Hatschepsut in Deihr-el-Bari und war u.a. Domänen- vorsteher des Amun (ein wichtiger Titel) und Erzieher der Prinzessin Neferure. Erstaunlich ist, dass seine Abbildung im Totentempel selber ungefähr 50mal erscheint, so angebracht, dass sie hinter den geöffneten Tempeltoren verborgen war. Auch sein Grab ließ er in der Nähe des Tempels anlegen. Doch plötzlich verschwand Semnut von der Bildfläche. Hatte dieses Sakrileg ihm das Leben gekostet, war es die Rache einer betrogenen Frau? Wir wissen es nicht, möglicherweise hatte die Königin ihn mit diesen Privilegien belohnt.

Zu ihren H√∂hepunkten geh√∂rt die erfolgreiche Expedition in das sagenumwobene Weihrauchland Punt, das bei Nordsomalia vermutet wird. F√ľnf Schiffe wurden hierf√ľr eingesetzt. Im Land Punt wurden die √Ągypter gastfreundlich aufgenommen und so kehrten sie mit Ebenholz, Elfenbein, Pfeffer und Terebinthenharz, Gold, Leopardenfellen aber auch mit Affen, Geparden und Windhunden beladen zur√ľck.

Bestattet wurde Hatschepsut im Tal der K√∂nige. Der Eingang ihres ersten Grabes liegt 72 Meter √ľber dem Boden in der 91 Meter hohen Felswand eines entlegenen Tals im Westen. Das Grab ist jedoch nie benutzt worden und enthielt lediglich den leeren Sandstein-Sarkophag mit ihrem Namen. Das zweite Grab findet man am Fu√ü der Klippen im √∂stlichen Kessel des Tals der K√∂nige. Hatschepsut starb um 1483 v. Chr. Ihr Tod ist bis heute r√§tselhaft. Es wird vermutet, da√ü Thutmosis III., der eigentlich das Land h√§tte regieren sollen, nicht ganz unschuldig daran war. Hierf√ľr gibt es jedoch keine Beweise. Fest steht, dass nach ihrem Tod systematisch alle Inschriften und Denkm√§ler in wildem Hass zerst√∂rt wurden um die Erinnerung an diesen einmaligen Pharao zu verwischen.

Sicher ist jedoch, da√ü irgendwann nach ihren Tod der Versuch unternommen wurde, das Andenken an Hatschepsut auszul√∂schen. Ihre Obelisken im Karnak-Tempel wurden ummauert, ihre Statuen verst√ľmmelt, die Reliefs in den Tempeln ausgemei√üelt. Die Spuren kann man noch heute im Tempel von Deihr-el-Bahri erkennen.
Diese Zerstörungen scheinen jedoch erst relativ spät in der Regierungszeit Thutmosis III. erfolgt zu sein - von brennenden Hass kann man da kaum sprechen.
Vielleicht wollte der Pharao nur die Erinnerung an seine weibliche Vorgängerin auslöschen, um sich besser in eine Linie mit Thutmosis I. zu setzen.
Hatschepsut
  Die Mumie Hatschepsuts ist bis heute nicht gefunden wurden, es spricht jedoch vieles daf√ľr, dass sie von Thutmosis III. ein k√∂nigliches Begr√§bnis erhielt und in ihrem Grab im Tal der K√∂nige beigesetzt wurde.

Unter Hatschepsut war √Ągypten wieder ein bl√ľhendes Land geworden, und unter Thutmosis III. sollte es auch seinen Status als Gro√ümacht wieder einnehmen. Nach kurzer Zeit war die Erinnerung an sie jedoch verloschen und in sp√§teren K√∂nigslisten tauchte sie nicht mehr auf.
Die "Wiederentdeckung" Hatschepsuts fand erst im 19. Jahrhundert statt, wobei die Forscher damals noch keine Erkl√§rung f√ľr den seltsamen "K√∂nig" hatten, der mit weiblicher Figur und weiblichen Titeln dargestellt wurde.
Heute pilgern jeden Tag Hunderte Menschen zu ihren Totentempel und ihr Name wird wieder genannt, Hatschepsut wäre sicher zufrieden.

Thutmosis III.

 Nach dem Tode Hatschepsuts konnte Thutmosis III. endlich sein rechtm√§√üiges Erbe antreten. Im Gegensatz zu seiner Vorg√§ngerin unternahm er mehrere Feldz√ľge und sorgte f√ľr Ruhe bei einigen Regionalf√ľrsten, die ihre Gefolgschaft aufgek√ľndigt hatten. Eine kriegerische Auseinandersetzung findet sich in der Schlacht von Megiddo, wo er seine Feinde das f√ľrchten lehrte. Nach sieben Monaten kapitulierte schlie√ülich die Stadt. Thutmosis III. wird auch "√§gyptischer Alexander" oder "Napoleon" genannt, da er eine imperiale Eroberungspolitik betrieb. Insgesamt unternahm er in 16 Jahren 14 weiter Feldz√ľge in syrisches Gebiet. Den H√∂hepunkt seiner Eroberung erlebt er mit der Einnahme von Kadesch. Listen in Karnak berichten von insgesamt 350 St√§dten, die unter seiner Herrschaft fielen. So schuf er ein m√§chtiges und starkes Reich, dass er seinem Sohn Amenhotep II. vermachen konnte.

Thutmosis III. verstarb gegen 1450 v. Chr. und wurde im Tal der K√∂nige beigesetzt. Auch sein Grab wurde schnell von Grabr√§ubern gepl√ľndert. Sein Leichnam ist uns jedoch erhalten geblieben, da er er im Depot der K√∂nigsmumien von Deir el -Bahari entdeckt wurde und anhand von Resten der Mumienbinden als Thutmosis identifiziert werden konnte.

Echnaton

 Geboren wurde dieser bekannte Pharao als Amenhotep (Amenophis) IV. Mit ihm begann eine revolution√§re Epoche, die Armana -Zeit, die einmalig in der Geschichte des Alten √Ągyptens ist. Echnatons uneingeschr√§nkte Verehrung galt Aton, der Sonnenscheibe . So beschloss er, die gesamte G√∂tterwelt auf den Kopf zu stellen und setzte Aton als alleinigen Gott ein. Zu Ehren dieses Gottes verlie√ü er die damalige Hauptstadt Theben, die Amun geweiht war und baute die Stadt Achet-Aton, heute bekannt als Tell -Armana. Ausgrabungen ergaben jedoch, dass die Bev√∂lkerung die alte G√∂tterordnung vorzog und sich nur nach au√üen hin dieser Neuerung unterwarf. Heute hat Echnaton den Beinamen "Ketzerk√∂nig", da er sich lieber der Religion und der Anbetung Atons widmete, als sich um die Bed√ľrfnisse seines Landes und des Volkes zu k√ľmmern.

Auch die Kunstauffassung √§nderte sich mit der Regentschaft Echnatons. W√§hrend bisher die Pharaonen immer als strahlende Sch√∂nheit dargestellt wurden, f√§llt der realistische Stil regelrecht aus dem Rahmen und gibt der Wissenschaft bis heute R√§tsel auf. Es gibt Vermutungen, dass Echnaton an einer Krankheit litt und seine Skulpturen aus diesem Grund einen anderen Stil haben. Verwunderlich ist, dass die ber√ľhmte B√ľste der Nofretete, Echnatons Gemahlin, bei diesem Kunststil so elegant und feminin ist.

Aus der Ehe mit Nofretete gingen sechs Kinder, alles M√§dchen, hervor. Echnaton heiratetete mindestens zwei von Echnatonfigurihnen. Ein Sohn ward ihm jedoch nur mit einer anderen Nebenfrau verg√∂nnt. Dieser Sohn sollte sp√§ter als Tutenchamun in die Geschichte eingehen. Echnaton starb um 1334 v. Chr., vermutlich in seinem 16. Amtsjahr. Sein gro√üz√ľgiges Grab lie√ü er in den Felsen bei Achet-Aton schlagen. Bei seiner Entdeckung war es leer, auch die Mumie fehlte. Es gibt einige Hinweise darauf, dass es sich bei einer im Tal der K√∂nige gefundenen Leiche um Echnaton handelt, aber hier ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Ungekl√§rt ist bis heute, in wie weit Echnatons Regentschaft von seiner Frau Nofretete beeinflusst wurde. Unbestritten ist, dass Nofretete ihren Mann in politischen Sachen unterst√ľtze und dass sie eine gro√üe Macht besa√ü. Einige Wissenschaftler wie Reeves gehen sogar soweit, dass sie Nofretete als Mitregentin betrachten und ihr einen Pharaonenstatus einr√§umen. Abbildungen, in der Nofretete eine sonst dem Pharao vorbehaltene Kopfbedeckung tr√§gt, sollen dies beweisen. Es gibt sogar die These, wonach Nofretete mit Semenchkare, dem sp√§teren Mitregenten und Nachfolger Echnatons, gleichgesetzt wird. Auffallend ist auch, dass die beiden Ehepartner auf einigen Zeichnungen gleich gro√ü dargestellt sind. Ob dies ein weiterer Beweis der Regentschaft Nofretetes ist bleibt unklar, denn Echnaton lie√ü sich im Gegensatz zu den anderen Pharaonen sehr gerne mit seiner Familie abbilden und lie√ü als Einziger Darstellungen anfertigen, die ein z√§rtliches, fast intimes Beisammensein mit seiner Frau zeigen. Der Tod Nofretetes ist bis heute ungekl√§rt, ihr Name taucht aus unbekannten Gr√ľnden pl√∂tzlich nicht mehr in der Geschichte auf.

Tutenchamun

  Dieser eigentlich ehr unbedeutende Pharao gelangte durch die Entdeckung seines fast unber√ľhrten Grabes im Jahre 1922 durch Howard Carter zu versp√§tetem Weltruhm. Er regierte √Ągypten in der sp√§ten 18. Dynastie. Nicht lange nach Echnatons Tod wurde Tutenchamun gekr√∂nt - im zarten Alter von 9 Jahren. Er f√ľhrte wieder die alte Religion ein, wobei fraglich ist, ob dies nicht das Werk seiner Berater war. Uns sind nur wenige Ereignisse aus seinem Leben √ľberliefert. So vermutete man, dass es einen Feldzug gegen Nubien und die Syrier in Pal√§stina gab. Tutenchamun starb bereits mit ca. 18 Jahren. Es gibt Spekulationen dar√ľber, dass er ermordet wurde, wof√ľr laut Autopsie ein Schlag auf den Kopf spricht. Sicher ist aber nicht, ob dies tats√§chlich die Todesursache war, denn er kann genausogut von einem Kampfwagen gest√ľrzt sein und sich diese Verletzung zugezogen haben.

Bis sein Grab jedoch entdeckt und Tutenchamun zum bekanntesten aller Pharaonen wurde, dauerte es noch Jahrtausende. Howard Carter war sich sicher, dass der Leichnam dieses Pharaos noch im Tal der K√∂nige ruhen musste. In Lord Carnavon fand er einen Finanzierer und Helfer, der dieses Projekt erm√∂glichte. Nach vielen Jahren entdeckte man endlich am 4. November 1922 eine bis dahin unbekannte Treppenstufe. Das Grab des jungen Pharaos war entdeckt. Es dauerte Jahre, bis alle Grabbeigaben gelistet und wegtransportiert waren. Die ganze Pracht des Grabes ist im √Ągyptischen Museum in Kairo zu bewundern.

Die √Ėffnung des Grabes brachte auch einen Mythos mit sich: den Fluch des Pharaos. Angeblich soll eine Tafel gefunden worden sein, auf der steht "Der Tod soll den mit seinen Schwingen erschlagen, der die Ruhe des toten Pharaos st√∂rt". Gesehen hat diese Tafel allerdings niemand. Tats√§chlich gibt es einige mysteri√∂se Tode zu beklagen, die im Zusammenhang mit der Entdeckung des Grabes stehen. Unter anderem starb auch Lord Carnavon nach einem Insektenstich. Man geht heute davon aus, dass sich im Lauf der Jahrtausende giftigen Pilzen (Aspergillus flavus) gebildet haben, deren Sporen sich √ľber die Zeit ausbreitet haben, so dass deren Konzentration in dem Grab sehr hoch war. Da Anfang dieses Jahrhunderts noch nicht wie heute gro√üartige Sicherheitsvorkehrungen wie Mundschutz, Handschuhe oder √§hnliches getragen wurde, ist es gut m√∂glich, dass sich Personen mit einem geschw√§chten Imunsystem hier "infiziert" haben; Lord Carnavon z. B. war lungenkrank. Trotz dieser Erkl√§rung wird es wohl auch weiterhin die Legende vom Fluch des Pharaos geben.

 

 

Seitenanfang